Havelberg l "Der Kompaniefeldwebel ist wichtig für das Gefüge in einer Kompanie, er ist einzigartig, etwas Besonderes, er ist Vorgesetzter, Kamerad und Freund", beschrieb der Kommandeur des Panzerpionierbataillons 803 Havelberg, Oberstleutnant Stefan Gruhn, beim jüngsten Appell die Aufgaben der Spieße und hatte dabei einen ganz besonders im Blick: den Spieß der Zweiten, Hauptfeldwebel Maik Benneckendorf.

Der Kompaniefeldwebel ist der Kümmerer, wenn es um Sorgen und Probleme geht, der Berater, wenn es etwa um Personalangelegenheiten geht, der Mittler und Vermittler zwischen unterschiedlichen Dienstgradgruppen der Kompanie. Er hat auch die Pflicht, unangenehme aber notwendige Aufträge beim ihm anvertrauten Personal zu manifestieren und er ist auch der Ermahner und Zurechtweiser, führte der Kommandeur die Aufzählung fort, bevor er den Hauptfeldwebel von seinen Dienstgeschäften entband. Er würdigte ihn für seine Leistungen und warf einen Blick in die Laufbahn des 38-Jährigen.

1995 begann der einstige Klietzer, der seit etlichen Jahren mit seiner Frau und seinem Sohn in Sandau zu Hause ist, seinen Dienst bei der Bundeswehr in Havelberg. Eine Zeitlang war er beim Schweren Pionierbataillon in Minden eingesetzt. Auslandseinsätze absolvierte er in Bosnien und Afghanistan. Zurückgekehrt nach Havelberg, übernahm er vor vier Jahren die zweite Kompanie als Spieß. Jetzt wird er Karriereberater in Stendal und wird junge Leute in Sachen Laufbahn bei der Bundeswehr beraten - seine Nachwuchswünsche für das Havelberger Bataillon schickt ihm der Kommandeur noch nach.

Neuer Spieß der Zweiten ist Hauptfeldwebel Jens Olhorn. Der Magdeburger ist ebenfalls erfahrener Pionier.

Den Bataillonsappell nutzte der Kommandeur zugleich, um weitere Fluthilfe-Medaillen zu überreichen. Außerdem zeichnete er Maik Benneckendorf mit der Ehrenmedaille des Bataillons aus.