Auf gut drei Kilometern Länge ist die Kreisstraße von Waldfrieden bis Klein Damerow saniert worden. Zudem wurden Einzelschäden in Richtung Damerow und Vehlgast beseitigt. Gestern fand die Baumaßnahme ihren offiziellen Abschluss.

Waldfrieden l Es ist die dritte Straße, die nach dem Hochwasser von 2013 im Landkreis saniert wurde. Landrat Carsten Wulfänger kam am Dienstag in diesen äußeren Zipfel des Landkreises, um die Straße offiziell freizugeben. Rund 700000 Euro sind aus dem Programm zur Hochwasserschadensbeseitigung geflossen. Die Flutung der Havelpolder war der Grund für die Schäden an den Straßen.

Die Kreisstraße von Waldfrieden bis Klein Damerow ist nun durchgehend auf einer Breite von mindestens fünf Metern ausgebaut. Auch dort wurde, wie schon in Neukamern, die neue durchbrochene Markierung an den Seiten aufgebracht. Verbaut wurden insgesamt 4700 Tonnen Asphalt. Das sind rund 200 Lkw-Ladungen. "Ich musste jetzt lernen, dass es auch mit der Lieferung von Asphalt Probleme geben kann", berichtete der Landrat von zeitweisen Lieferengpässen bei den Firmen.

Er sprach auch hier den Unternehmen den Dank für die geleistete Arbeit aus. Wie in Neukamern hatte auch dort Ost-Bau aus Osterburg die Bauausführung übernommen. Anlässlich der Straßenfreigabe lud die Firma an der Bushaltestelle in Waldfrieden zu einem kleinen Imbiss ein.

"Dass es so schnell mit der Reparatur der Straße gegangen ist, freut uns sehr", sagte Ortsbürgermeister Udo Mintus. Unter normalen Umständen wäre die Straße noch lange nicht an der Reihe gewesen. Noch gedulden müssen sich die Einwohner der Ortschaft mit dem gut einen Kilometer langen Abschnitt der Kreisstraße von Kümmernitz nach Waldfrieden. Dafür ist im Landkreis vorerst kein Geld eingeplant.

"Wir haben pro Jahr im Kreis 2,25 Millionen Euro für den Straßenbau zur Verfügung. Davon geht die Hälfte in die Gemeinden. Bei 474 Kilometern Kreisstraßen und 48 Brücken können wir nur nach und nach neu bauen oder sanieren", gab Carsten Wulfänger zu bedenken. Mit 300000 bis 400000 Euro ist für die Sanierung eines Kilometer Straße zu rechnen. Bei den Brücken sind etliche um 1904 errichtet worden, 14 sind noch zu erneuern.

Der Ortsbürgermeister lobte auch die Angleichung der Seitenbereiche und der Bushaltestellen. Eine Anwohnerin sprach die Übergänge zu den Auffahrten zu den Privatgrundstücken an. Hier soll noch mal nachgearbeitet werden. Ortschaftsrätin Isabell Schütze bedankte sich bei den Bauleuten, die bei größeren Fahrzeugen, für die die Umleitung über die Wirtschaftswege ein Problem gewesen wäre, dafür gesorgt hatten, dass sie die Baustelle passieren können.