Havelberg (dha) l Ein großes Lob zollt Stadtwehrleiter Ulrich Ziegler allen Wehren, die am Donnerstagnachmittag zu einem "Wohnungsbrand mit eingeschlossenen Personen" in Havelberg alarmiert und angerückt waren. "Bei solch einer Meldung ist absolut schnelles Handeln und jede verfügbare Kraft gefragt, weshalb wir umgehend veranlasst haben, dass auch die Nachbarwehren Nitzow, Jederitz und Sandau zum Einsatzort gerufen werden", sagte er. Innerhalb von wenigen Minuten waren alle am Brandort in der Domstraße eingetroffen. "Das Zusammenwirken funktionierte sehr gut", schätzte der Stadtwehrleiter ein.

Als äußerst erschwerend für die Einsatzkräfte erwies sich die Tatsache, dass sie in dem Wohnhaus erst einige Zeit nach der Wohnung suchen mussten, in der es angeblich brennen sollte. Denn rein äußerlich war das auf Anhieb - weder durch Rauch noch durch Geruch - nicht auszumachen. Erst nachdem aus diesem Grund einige Wohnungstüren geöffnet worden waren, fanden die Feuerwehrleute eine stark verqualmte Küche mit einem vergessenen Topf auf dem Herd vor (die Volksstimme berichtete gestern). "Die Suche wäre viel schneller erfolgreich gewesen, wenn sich Rauchmelder in der Wohnung befunden hätten", weist Ulrich Ziegler auf einen Mangel hin. Der nicht nur die Wohnung selbst betrifft, sondern zum Beispiel auch das Treppenhaus. "Es besteht vollkommen aus Holz, weshalb wir als Feuerwehr dringend empfehlen, auch dieses sobald wie möglich mit Rauchmeldern auszustatten", so Ulrich Ziegler. Im Brandfall wären die Bewohner somit umgehend alarmiert und könnten das Gebäude möglicherweise noch rechtzeitig verlassen.

Am Donnerstagnachmittag hatte sich die Alarmmeldung zum Glück nicht so wie befürchtet herausgestellt. Durch die Rauchentwicklung im Küchenbereich waren keine Personen zu Schaden gekommen.