Klietz (asr) l Über 30 Kubikmeter Erde haben die Klietzer am Donnerstag beim Arbeitsein-satz auf einem Stück des Naturlehrpfades um den See verteilt. "Nun kann man hier wieder sicher laufen und stolpert nicht über freigespülte Wurzeln", freut sich Joachim Steinborn nach zwei Stunden getaner Arbeit. Auch, dass weitere nicht mehr standsichere Bäume von Mitarbeitern des Bundesforstbetriebes gefällt worden sind. Am Seeufer werden allerdings noch viele weitere Bäume fallen - dazu in der kommenden Woche mehr.

Es sind vor allem die Schulklassen aus dem Schullandheim, die Joachim Steinborn auf dem lehrreichen Pfad um den See führt. Aber auch die Klietzer brechen gern zum Spaziergang durch die Idylle auf. Das erzählten sie während der Arbeit auch MDR-Reporter Michael Wasian, der mit seinem Team Aufnahmen für "Sachsen-Anhalt Heute" machte. Nicht nur im Sommer wird gewandert, sondern gern auch im Winter bei Schnee. Sogar Neujahr, wenn die Silvesternacht auch etwas länger war, trifft man sich hier zum Neujahrsspaziergang mit Glühweintrinken.

Mit Tatkraft und Spendengeldern wurde nach der Flut rund um den See schon wieder sehr gut Ordnung hergestellt. Aber es ist auch noch einiges zu tun, weiß Joachim Steinborn. Zerstörte Hinweistafeln müssen beispielsweise ersetzt werden. Sie sind Dank einer Spende bereits in Arbeit. Größere Arbeit, wie die Erneuerung von Brücken, muss warten, bis die Wiederaufbaumaßnahme vom Landesverwaltungsamt genehmigt ist. Joachim Steinborns größter Wunsch ist es, dass der See komplett ringsum passierbar ist. Ein Stück auf dem westlichen Ufer befindet sich in Privatbesitz und bleibt für Wanderer versperrt. "Deshalb muss ich mit den Gruppen leider zweimal die Bundesstraße überqueren, was gerade mit den Kindern sehr gefährlich ist. Vielleicht findet sich ja doch noch eine Lösung", gibt er die Hoffnung nicht auf.

   

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