Alle 29 Aktiven der Wulkauer Feuerwehr wurden zur Jahreshauptversammlung am Sonnabend geehrt - sie erhielten die Fluthelfernadel.

Wulkau l Auf die freiwillige Feuerwehr ist auch in Wulkau immer Verlass - besonders zu spüren war dies während der schlimmen Zeit der Hochwasserkatastrophe im Vorjahr. Caren Pfundt als stellvertretende Bürgermeisterin war es darum eine besondere Freude, den Aktiven die Fluthelfernadel gemeinsam mit Jenny Wolff vom Ordnungsamt bei der Jahreshauptversammlung zu überreichen.

Mit seinem Jahresrückblick eröffnete Ortswehrleiter Toralf Henning den offiziellen Teil. Immerhin sechs Einsätze stehen in der Statistik, darunter eine Übung in Rehberg zum Testen der Einsatzbereitschaft. Der erste Einsatz war am 22. Januar ein Schornsteinbrand im Ausbau gewesen, der nächste, ein Stoppelfeldbrand folgte am 15. Juli. Hier waren fünf Wulkauer zusammen mit Sandau im Einsatz. Vier Tage später verlor ein Trecker auf der Dorfstraße Öl.

Ein Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen und einem Todesopfer war am 10. August auf der Bundesstraße, bis um 2 Uhr in der Nacht waren die Aktiven mit Sandau im Einsatz und leuchteten die Stelle aus. Ein weiterer Unfall auf der Bundesstraße folgte am 29. August, ein Lkw lag quer über die Fahrbahn nach Schönfeld. Sechs Wulkauer und die Wehr aus Schönfeld brachten Ölbinder aus. Auch zur Übung nach Rehberg eilten am 4. September sechs Wulkauer.

Technik und Ausrüstung befinden sich in einem guten Zustand, erklärte der Wehrleiter. Doch mussten die Ausgaben auf das Nötigste beschränkt bleiben, was nicht gerade leicht war. Die Einsatzbereitschaft sei vor allem außerhalb der Arbeitszeit recht gut.

Im Januar des Vorjahres war Chris Meier zum neuen Stellvertreter gewählt worden, hieß es im Rückblick. Im Frühjahr begann das Training für den Ausscheid im Löschangriff - das zahlte sich aus, in Kamern wurde der zweite Platz belegt. So qualifizierte sich Wulkau gar für den Kreisausscheid in Klietz.

Die Überprüfung der 18 Flachspiegelbrunnen stand im Herbst auf dem Ausbildungsplan, alle waren in Ordnung. Dabei wurden gleich der Umgang mit der Motorspritze und das Sichern der Einsatzstelle geübt. In diesem Monat stand dann die Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit an, die vor kurzem erfolgte Überprüfung der Winterbereitschaft ergab keine Mängel.

Schlechter sieht es dagegen mit der Jugendarbeit aus, wie Jugendwart David Knoke berichtete. Die Truppe war 1993 als eine der ersten im Altkreis gebildet worden, erster Jugendwart war Uwe Melchior gewesen. Ihm folgte Burkhard Bartels, seit 2003 ist es David Knoke. - Dieser war nach einem Aufruf des Wehrleiters mit 14 weiteren in die Jugendwehr eingetreten, damals hatte sie 22 Mitglieder.

Nur noch vier Mitglieder

Von solchen Zahlen kann man in Wulkau heute nur noch träumen: Lediglich vier Jugendliche halten noch zur Stange. Von diesen werden in Kürze noch zwei übrig bleiben, weshalb auch David Knoke dann sein Amt niederlegen möchte. Leider sei er in der letzten Zeit bei der Ausbildung auf sich allein gestellt gewesen, anfangs hatte er noch viel Hilfe von den Aktiven erfahren.

In Kamern werde im kommenden Jahr wieder eine Jugendwehr ins Leben gerufen, vielleicht könne man zusammenarbeiten, regte Bürgermeister Arno Brandt - selbst Feuerwehrmitglied - an. Auch ein Förderverein könnte in Wulkau gebildet werden, der in Kamern habe eine rege Resonanz.