Schönhausen l Die Außenverkleidung aus Asbestplatten ist schon abgebaut, innen reißen die vier Männer von der Altmärkischen Entsorgung aus Tangermünde jetzt das Parkett raus. Wenn alles entkernt ist, rollt der Bagger an, um die gemauerten Giebel einzureißen und damit auch das Stahlgerüst zum Einsturz zu bringen. Bis Jahresende hat die Firma Zeit zum Beräumen. In den großen Containern landen dann auch noch Bänke, ein paar Sportgeräte, Bälle, Netze...

Nachdem die Sekundarschule geschlossen worden war, nutzten die Fußballer, die Handballer und auch die Judokas des SV Preußen Schönhausen die Halle für das Training. Rund 70 Zentimeter hoch stand das Flutwasser im Juni 2013 in dem Gebäude und machte es unnutzbar.

Die Halle war 1977 errichtet worden, Bürgermeister Karl Rockhausen hatte sie für 750000 DDR-Mark besorgt. Denn laut Plan sollte die Schönhauser Schule erst Jahre später eine neue Halle bekommen. Unter Leitung von Wolfgang Rehfeld haben die Lehrer die Fundamente für die Leichtbauhalle vorbereitet, später bei den Außenanlagen halfen auch Schüler mit. Ausschussplatten von Faserplatte aus Tangermünde dienten als Schalung, die die Lehrer mit Fuchsschwanz, Hammer und Zange zusammengezimmert haben.

Die Kosten für den Abriss sind Bestandteil des Antrages auf Wiederaufbaumittel nach der Flut für den Neubau einer Halle, die am Ortsrand gebaut werden soll. Noch liegt die Zusage nicht vor.

Damit die derzeit laufende Gestaltung der Außenanlagen samt Parkplatzerweiterung auch hinter dem Bürgerzentrum dennoch ungehindert fortgesetzt werden kann, finanziert die Gemeinde den Abriss vor. Denn erst wenn alles abgerissen ist und keine Laster mehr rollen müssen, kann das gesamte Gelände fertiggestellt werden.

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