Auch auf der Stadtratssitzung in Sandau spielte das Heimatfest im kommenden Jahr in Schönhausen eine Rolle. Jenny Freier informierte den Rat über Einzelheiten.

Sandau l Vom 3. bis 5. Juli 2015 wird das 17. Altmärkische Heimatfest in Schönhausen stattfinden. Großes Thema wird der 200. Geburtstag des größten Sohnes des Dorfes sein: Otto von Bismarck, der erste deutsche Reichskanzler. Er wurde am 1. April 1815 geboren.

Natürlich sollen sich beim Fest neben Tradition und Handwerk auch alle sechs Mitgliedsgemeinden der Verbandsgemeinde präsentieren, informierte deren Tourismusmanagerin Jenny Freier. Im Vorfeld könnten auch Sandauer bei der Vorbereitung mitarbeiten - entsprechende Listen liegen in den nächsten beiden Wochen im Rathaus aus.

Wie sich Sandau denn in Schönhausen präsentieren könne, wollte Silvio Wulfänger wissen. Jenny Freier verwies als Beispiel auf den Karnevalsverein SCC, welcher beim Umzug mitmachen oder dessen Tanzgruppen auf einer der beiden Bühnen auftreten könnten. Und auch die Touristinfo sei gefragt, natürlich aber auch alle anderen örtlichen Vereine sowie Privatpersonen oder Gewerbetreibende.

Silvio Wulfänger regte an, die örtlichen Vereine umgehend zum Fest zu informieren, damit diese es in ihre Jahresplanung einbeziehen könnten. Besser sei es, jeden Vorstand dazu persönlich anzusprechen. Im Januar sollen alle Vereine nochmals informiert werden, berichtete Jenny Freier. Bevor der offzielle Aufruf zum Fest gestartet wird, muss allerdings erst noch eine Marktsatzung erstellt werden.

In Schönhausen könnten zudem Faltblätter über Sandau verteilt werden, kam ein Vorschlag von Jens Adamczyk. Diese müssten auch mit Blick auf die Buga in Havelberg bis dahin aktualisiert werden.

Fehlender Jugendklub kommt erneut zur Sprache

Ein Thema, das bereits auf der vorherigen Ratssitzung eine Rolle gespielt hatte, brachten Heike Heller und Birka Müller erneut zur Sprache: einen Raum für die Jugendlichen der Stadt. Bei der Versammlung der Eltern sei der Vorschlag gekommen, selbst einen Förderverein zu diesem Zweck zu gründen. Im Januar sei ein Treffen mit Eltern, Jugendlichen und Bürgermeister Henry Wagner geplant.

Dieser fand die Elterninitiative zwar gut, sein Problem sei allerdings das fehlende Geld im Stadtsäckel. Der Jugendraum - so man denn überhaupt einen findet - müsste erst einmal eingerichtet werden. Ins Geld gehen anschließend auch die Betriebskosten für Strom und Wärme, von denen fürs Personal ganz zu schweigen. Die Stadt sei vor Jahren schon einmal Mitglied im Förderverein des Havelberger Jugendzentrums gewesen - hier kostet allein der Jahresbeitrag 1500 Euro. Ohne Betreuer sei ein Klub in Sandau undenkbar - wie die Erfahrungen der Vergangenheit zeigten: Damals hatten die unbeaufsichtigten Jugendlichen Klubmöbel in Brand gesetzt und waren im Raum Moped gefahren.

Ein Angebot an die Jugend der Stadt hatte vor einiger Zeit bereits der Sportverein TuS unterbreitet: Dessen Vorsitzender Markus Hinz hatte die Turnhalle als Aufenthaltsort angeboten.

Ratsmitglied Danny Lindemann wollte vom Bürgermeister wissen, was mit dem superschnellen LTE-Mobilfunknetz ist - bereits im Vorjahr sollte ein solcher Turm in Sandau errichtet werden. Das Vorhaben sei wegen der Flut verschoben worden, die in Frage kommende Fläche sei bereits verkauft, berichtete Henry Wagner. Allerdings liegen die Bauunterlagen immer noch beim Landkreis.

Der Stadtarbeiter habe nun wieder ein funktionstüchtiges Fahrzeug, informierte Henry Wagner. Der im Rat vorher vereinbarte Preisrahmen sei beim Kauf des gebrauchten Renaults eingehalten worden.

Im kommenden Frühjahr lässt die Verbandsgemeinde den Sanitärtrakt der Kindertagesstätte sanieren, 80000 Euro wurden bereits in diesem Jahr dafür im Etat eingestellt. Wegen der vielen Baumaßnahmen gibt es etwas Verzug.