"Hier lässt es sich gut aushalten!" - so lautet das einhellige Fazit der Händler beim Havelberger Weihnachtsmarkt. Dieser hatte wie zu Beginn in den 1990-er Jahren nämlich wieder auf dem Marktplatz stattgefunden.

Havelberg l "Diesen Standort hatten wir vom Gewerbeverein uns schon seit längerem gewünscht", freute sich Beatrix Groos aus Jederitz, dass der Wunsch endlich in Erfüllung gegangen war. Auch die Sandauerin Helga Gießmann - sie bot Sirup-Präsente an - und Simone Bernhardt aus Jederitz mit ihren Töpferwaren freuten sich: "An der Kirche war es immer sehr zugig, hier ist es dagegen windgeschützt und das Pflaster ist auch besser."

Techniker Udo Blümner verwies zudem auf die vielen Elektroanschlüsse rings ums Rathaus, was auf dem Kirchplatz immer zu Problemen geführt hatte. Auch findet er es am Rathaus gemütlicher und familiärer - der Platz ist halt kleiner als an der Kirche.

Mitorganisatorin Silke Lisges vom Ordnungsamt der Stadt berichtete von ausnahmslos positiven Reaktionen der Händler. "Wenn es gewünscht wird, kann der Weihnachtsmarkt auch künftig hier stattfinden", erklärte sie. Den Kirchplatz hatten die Organisatoren in diesem Jahr wegen der Bauarbeiten an der Kirche gemieden, informierte Dieter Härtwig, der beim weihnachtlichen Markttreiben ebenfalls die Fäden in der Hand hielt.

Erlös für Orgelsanierung

Nicht nur der neue alte Standort erfreute die Händler, sondern auch der rege Zuspruch der Besucher. So mancher verkaufte allein am Freitag so viel wie in den Vorjahren an zwei Tagen. Somit führte die Reduzierung des Markttreibens von vier auf drei Tagen zu keinem Einbruch - im Gegenteil. Denn ansonsten hätten auch die Angestellten einen Tag länger bezahlt werden müssen - fürs selbe Endergebnis.

Neben Unternehmern standen in den 17 städtischen Holzhütten auch viele Ehrenamtler - wie die Elftklässler des Gymnasiums. Sie gestalteten unter anderem Lebkuchenherzen nach den Wünschen der Käufer: Maxi Angermann, Anja Pfeiffer und Lysiane Linde erledigten dies mit Zuckerglasur, Kristin Bohnet, Alida Peters, Claire-Fiona Schluricke und Maik Mülson verkauften. So freute sich FCM-Fan Karsten Kasubek über ein entsprechendes Herz. Auch Mutzengebäck und Kekse hatten die Gymnasiasten im Angebot.

Klaus Kubat machte lautstark auf das Glücksrad der Rotarier aufmerksam, er kescherte mit elegantem Schwung Karpfen aus einem Fass. Zehn dieser Fische gab es zu gewinnen. Der Erlös ist in diesem Jahr für die Sanierung der Scholtze-Orgel der Stadtkirche bestimmt - immerhin sind mehrere hunderttausend Euro dafür nötig.

Wie in den Vorjahren wurde der Markt von kulturellen Angeboten umrahmt. Zu hören waren auf der Bühne unter anderem der Posaunenchor Glöwen-Havelberg, der Chor der Grundschule und die Kreismusikschule, Clown Tommy zauberte und die Tanzgruppe Arabeske trat auf. Abends sorgten Michelle Gortat und Torsten Gogowski sowie Michelle Gläß und Lars Kripke für Stimmung.

 

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