Nur eine kleine Runde hatte sich am Sonnabend zum traditionellen gemütlichen Jahresausklang des Fördervereins "Naturschutz im Elb-Havel-Winkel" in dessen Domizil, dem Forsthaus im Mühlenholz, eingefunden.

Havelberg l "Ich habe im Vorfeld und auch kurzfristig leider viele Absagen erhalten, vor allem krankheitsbedingte", bedauerte der Vorsitzende des Fördervereins, Klaus Heidrich, zu Beginn der Veranstaltung. "Umso mehr können wir deshalb hier heute alle zulangen", wandte er sich schmunzelnd und mit dem Blick auf die mit zahlreichen Naschereien gefüllten bunten Weihnachtsteller auf dem Tisch an die Anwesenden.

Ohne der jährlichen Mitgliederversammlung - diese findet erst am 9. Mai nächsten Jahres statt - vorgreifen zu wollen, blickte der Vorsitzende kurz auf das zu Ende gehende Jahr zurück. Unter anderem war die Arbeit 2014 davon bestimmt, die drei Streuobstwiesen des Vereins, die zum Teil vom Hochwasser im Vorjahr betroffen waren, wieder auf Vordermann zu bringen und weiter zu ergänzen. So sind auf diesen zum Beispiel insgesamt 26 neue Bäume gepflanzt worden.

Die Wanderungen und anderen öffentlichen Veranstaltungen des Vereins seien auch 2014 wieder sehr gut angekommen worden. "Ohne Ausnahme", brachte Klaus Heidrich seine Freude darüber zum Ausdruck. "Und das, obwohl bei einigen zum Teil das Wetter nicht so recht mitspielen wollte." Das Herbstfest stellte wieder den absoluten Höhepunkt dar. Zu diesem - wie immer bei besten äußeren Bedingungen - konnten ebenfalls zahlreiche Gäste begrüßt werden. "Unsere Anlage hier im Mühlenholz bietet ja auch ein herrliches Ambiente für solch eine Veranstaltung", fügte er an.

Klaus Heidrich nutzte die Gelegenheit außerdem, um sich bei den einstigen Bürgerarbeitern Annett Winter, Carmen Neetz und Fabian Zombronner für ihre engagierte und zuverlässige Arbeit im Verein zu bedanken. Für alle drei ist die dreijährige Maßnahme inzwischen beendet. Allerdings halten Annett Winter und Fabian Zombronner dem Förderverein auch weiterhin die Treue: Sie sind Mitglieder geworden. "Den Altersdurchschnitt unserer 42 Mitglieder, der bei derzeit 70 Jahren liegt, können die beiden jungen Leute aber nur unwesentlich drücken", bemerkte der Vorsitzende dazu mit einem Schmunzeln.

Nächstes großes Vorhaben, das im kommenden Jahr fertiggestellt werden soll, ist der Bau eines Blockhauses mit einer Dachbegrünung auf dem Gelände im Mühlenholz. Es soll künftig als Werkstatt, zum Beispiel zum Bau von Nistkästen, und als Geräteschuppen dienen. Als erste Maßnahme soll dazu ein altes, bereits vorbereitetes Fundament noch um einiges erhöht werden, damit das Gebäude auch vor künftigen Hochwassern geschützt ist. "Erste Gespräche für den Bau sind bereits geführt worden", informierte Klaus Heidrich die Gäste. Insgesamt müsse für die Verwirklichung dieses Vorhabens eine fünfstellige Summe investiert werden.

Natürlich war auch die Bundesgartenschau 2015 Havelregion ein Gesprächsthema beim gemütlichen Jahresausklang im Forsthaus. In diesem wird wegen der Großveranstaltung von April bis Oktober ebenfalls mit einem größeren Besucherandrang gerechnet. "Wenn wir wissen, ob und wo unsere Mitglieder zu der Zeit benötigt werden, was zum Beispiel zur Unterstützung der Mitarbeiter im Haus der Flüsse möglich sein könnte, werden wir überlegen, wie wir auch die Besetzung des Forsthauses in vollem Umfang gewährleisten können."