Rückblick auf ein arbeitsreiches Jahr und Ausblick auf die Aufgaben im neuen Jahr hat der Kommandeur des Panzerpionierbataillons 803 Havelberg beim Appell gehalten. Zudem gab es eine Auszeichnung und eine Beförderung.

Havelberg l Ausbildung von Soldaten der 4. Kompanie im Umgang mit dem Faltschwimmbrückengerät, die Informationslehrübung Landoperationen in Bergen mit Unterstützungsleistungen und Ausbildung und einer Einbindung des Bataillons über zwei Monate, Unterstützung der Brigade im Schieß- und im Gefechtsübungszentrum, ein Simulationslehrgang zusammen mit dem Fernmeldebataillon 801 im bayerischen Hammelburg sowie Auslandseinsätze gehörten zu den Schwerpunkten im Bataillon im zu Ende gehenden Jahr 2014. Drei Pioniere kehren dieser Tage von ihrem Einsatz in Afghanistan zurück (die Volksstimme berichtete am Sonnabend). Der S1-Offizier Oberleutnant Mario Dabrowski war im afrikanischen Mali im Einsatz.

Der Kommandeur des Panzerpionierbataillons 803 Havelberg, Oberstleutnant Stefan Gruhn, lobte beim Abschlussappell kurz vorm Jahresende alle Soldaten, die wiederum in allen Bereichen ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt haben. Das gilt auch für die Lehrübung "Kampf um Gewässer" in Minden, wo der erste ausgebildete Zug der 4. Kompanie aus Havelberg im Umgang mit dem Faltschwimmbrückengerät den erfahrenen Mindenern in nichts nachstand. "Alle Aufträge wurden mit hoher Kompetenz und Professionalität erfüllt und jeder von Ihnen hat dazu seinen Beitrag geleistet. Dies oft unter hoher zeitlicher und physischer Belastung. Dafür gebührt Ihnen mein Dank und meine Anerkennung", sagte Stefan Gruhn und blickte auf die Herausforderungen und Hürden, die es 2015 zu meistern gilt.

Ein Schwerpunkt ist die Umgliederung des Bataillons in die sogenannte Struktur Heer 2011, die bis März 2016 abgeschlossen sein wird. Das bringt einige Änderungen in den Kompanien mit sich. So wird zum Beispiel die 4. eine nicht aktive, also eine Reservistenkompanie. Dagegen wird das bisherige Pionierbataillon 901 Havelberg als nicht aktives aufgelöst und als Schweres Pionierbataillon teilaktiv aufgestellt. Die 3. bis 5. Kompanie sind aktiv und verschiedenen Bataillonen angegliedert. Die 3. Kompanie wird den Havelberger Pionieren unterstellt. Ziel ist es, die neue Struktur ohne Reibungsverluste vor allem in Sachen Personal, aber auch in Hinblick auf Ausbildungsvorhaben und Material umzusetzen. Das Bataillon wird in allen Dienstgradgruppen, hauptsächlich bei Offizieren und Unteroffizieren, auf rund 600 Soldaten anwachsen.

Mit Blick auf 2016 bereiten sich die Havelberger innerhalb der Pionierbrigade außerdem auf Auslandseinsätze vor. Für Afrika, zunächst begrenzt auf das Einsatzgebiet Mali, wird die Brigade Leitverband sein und damit nicht nur die Kerntruppe der Pioniere stellen, sondern auch für die gesamte Ausbildung zuständig sein. Aber auch auf dem Balkan und in Afghanistan werden 2016 wieder Kräfte der Brigade zum Einsatz kommen.

Über die Aufgaben des Bataillons wird der Kommandeur auch beim Neujahrsempfang berichten, zu dem er gemeinsam mit dem Bürgermeister am 22. Januar in der Elb-Havel-Kaserne willkommen heißt. Der Havelbiwak ist für den 13. Juni geplant. Einbringen wollen sich die Pioniere im neuen Jahr auch beim Hafentriathlon. Außerdem unterstützen sie die "Hanse-Tour Sonnenschein", eine Spendenaktion per Rad zugunsten krebskranker Kinder, die 2015 wieder in der Hansestadt Station machen wird. Zum Bootskorso kann das Bataillon aufgrund der Übernahme der Faltschwimmbrücken nun wieder eine Fähre stellen.

Beim Appell wurde Oberleutnant Marcus Knauft mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Bronze ausgezeichnet. Steffen Becker wurde zum Oberstabsfeldwebel befördert.