Viele Mitarbeiter, geladene Gäste und zahlreiche Havelberger füllten gestern den unteren Flur des neuen Bettenhauses im Havelberger Klinikum. Die KMG hatte zur Eröffnung eingeladen und viele nutzten die Gelegenheit, sich von dem Neubau ein Bild zu machen.

Havelberg l Die Ein- und Zweibettzimmer für 36 Patienten sind überhaupt nicht zu vergleichen mit denen des Altbaus. Groß, hell, freundliche Farben, Fernseher, Internetanschluss und, ganz wichtig, jeweils mit eigenem Bad ausgestattet, dürften Patienten darin gut genesen können. "Das ist toll. Ich habe für Havelberg gar nicht damit gerechnet, dass wir noch so ein großes Krankenhaus bekommen", sagte Edith Baars. Sie gehörte zu den zahlreichen Havelbergern, die sich in dem Neubau umschauten und des Lobes voll waren. "Wir sind alte Havelberger und waren immer zufrieden hier im Krankenhaus. Mein Mann musste öfter nach außerhalb ins Krankenhaus. Da ist es immer schwer, dorthin zu kommen, um ihn zu besuchen. Das ist dann ein anderer Kreis und es fährt nicht unbedingt ein Bus", sagte sie. Auch Karin Buchholz ist froh, dass es in der Stadt noch ein Krankenhaus gibt. "Das ist wirklich ganz wichtig für die Stadt. Wir haben hier zwei Altersheime. Wie oft fällt unsere 96-jährige Oma um und muss dann ins Krankenhaus. Es wäre schlimm, müsste sie jedes Mal weiter weg."

Bevor sich das große Menschenknäuel auflöste und die Zimmer inspizierte, hatten Verwaltungsdirektorin Diana Möller und Vorstandsvorsitzender Stefan Eschmann die vielen Gäste begrüßt. Diana Möller wertete den Zuspruch als Zeichen dafür, wie wichtig die wohnortnahe Betreuung mit der Verzahnung von ambulanter und stationärer medizinischer Betreuung ist. Sie dankte ebenso wie Stefan Eschmann allen, die dazu beigetragen haben, dass der Neubau entstehen konnte. Dazu gehören Land, Landkreis und Stadt. Das Land steuert zum gesamten Vorhaben Gesundheitszentrum, zu dem auch im Anschluss die Sanierung des Altbaus gehört, sechs Millionen Euro Fördergelder zu. Die KMG investiert die gleiche Summe in Havelberg.

Stefan Eschmann stellte gestern den künftigen Ärztlichen Direktor und Chefarzt der Inneren Medizin Prof. Dr. Thomas Wertgen vor. Der erfahrene Internist und Gastroenterologe wird spätestens am 1. Juni 2015 seinen Dienst antreten (siehe Kurzinterview).

Landrat Carsten Wulfänger hob die Bedeutung des Krankenhauses hervor: "Wir haben drei Krankenhäuser in unserem Kreis, der flächenmäßig der größte in Sachsen-Anhalt ist. Es ist wichtig, auch an weit von der Kreisstadt entfernten Standorten leistungsfähige medizinische Einrichtungen zu haben."

Angesichts der demografischen Entwicklung und den immer älter werdenden Menschen ist eine flächendeckende medizinische Versorgung wichtig, sagte Bürgermeister Bernd Poloski. Er dankte der KMG für das große Engagement. "Ich verbinde es mit der Erwartung, dass damit der Erhalt des Krankenhauses dauerhaft und in überzeugender Qualität in der Hansestadt gesichert ist."

 

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