Klietz (asr) l Zum fünften Mal hat der Bereichsleiter des Bundesforstbetriebes Nördliches Sachsen-Anhalt, Forstoberrat Kurt-Werner Balke, die Klietzer Gemeinderatsmitglieder, Vertreter der Bundeswehr und des Dienstleistungszentrums zum Weihnachtstreffen eingeladen.

Die Gäste ließen sich am Mittwochabend die vorweihnachtliche Stimmung durch Wind und Regen nicht vermiesen. Schnell wurde es in der Finnhütte der Schießbahnbasis 20 gemütlich und man ließ sich die gegrillten Steaks und Thüringer Rostbratwürste schmecken. Natürlich durfte auch der heiße Glühwein nicht fehlen und bald waren Bürgermeister Jürgen Masch, Kommandant Michael Vormwald und alle Gäste in lebhafte Gespräche vertieft.

Der Abteilungsleiter Naturschutz des Bundesforstbetriebes, Wolfgang Rost, hielt einen anschaulichen Powerpoint-Vortrag über umzusetzende Naturschutzstandards wie Alt- und Totholzkonzepte, die Bedeutung von Waldrändern, den Artenschutz sowie die Integration von konservierendem Naturschutz und Prozessschutz auf Truppenübungsplätzen. Die Zuhörer waren überrascht vom Umfang der Aufgaben, die der Bundesforstbetrieb u.a. bei der Beratung der Bundeswehr bei Infrastrukturmaßnahmen, der Durchführung von Artenschutzprüfungen oder der Erstellung landschaftspflegerischer Begleitpläne zu leisten hat.

Kurt-Werner Balke fasste die Ergebnisse des Bundesforstbetriebes bei der Erfüllung der forstlichen und jagdwirtschaftlichen Aufgaben auf dem Truppenübungsplatz Klietz zusammen: So wurden im zurückliegenden Jahr schwerpunktmäßig Verkehrssicherungsmaßnahmen in Vorbereitung der Bauarbeiten entlang der Mahlitzer Straße, des Ostufers des Sees, der Straße zu den Dämmen und den Zuwegungen zu den Schießbahnen durchgeführt, rund 26000 Festmeter Holz eingeschlagen und 270 Stücke Schalenwild erlegt. Wegen der permanenten Anwesenheit einiger Wölfe sind die Jagdstrecken des Muffelwildes extrem eingebrochen - ein Umstand, mit dem die Jäger gerechnet hatten.

Zum Abschluss brachte das Duo Wolfgang Rost/Frank Wagner noch ein kleines Konzert weihnachtlicher Lieder auf ihren Blasinstrumenten am Lagerfeuer zu Gehör.

Dieses Treffen zeigte einmal mehr, dass das Klima der Zusammenarbeit von Kollegialität, Zielstrebigkeit gegenseitiger Achtung und Hilfsbereitschaft geprägt ist.