Havelberg (ans) l Mit Brief und Buga-Aufkleber hat sich Havelbergs Bürgermeister Bernd Poloski kurz vor Weihnachten an die Einwohner gewandt. Mit der Post, die an alle Haushalte in der Stadt und in den Ortschaften ging, werden die Bürger gebeten, Flagge zu zeigen für das außergewöhnliche Großereignis des nächsten Jahres und den Aufkleber zum Beispiel aufs Auto oder ans Schaufenster zu kleben. "Seit Jahren haben wir viel Kraft und Geld in die Vorbereitung investiert", heißt es in dem Brief. "So hat sich unsere Stadt gerade in den letzten Monaten nochmals erkennbar verändert. Dafür darf ich jedem bisher Beteiligten schon jetzt, auch im Namen des Stadtrates, ganz herzlich danken." Doch die eigentliche Herausforderung folgt erst noch: Dass sich die Havelberger als gute Gastgeber zeigen.

"Wo sich viele Menschen begegnen, sind zweifellos gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz unverzichtbare Voraussetzungen eines gedeihlichen Miteinanders. Darüber hinaus wird es vor allem aus Gründen der Ordnung und Sicherheit während dieser Zeit zu Sonderregelungen und Einschränkungen im gesamten Stadtgebiet, jedoch im Besonderen auf der Stadtinsel, kommen", macht der Bürgermeister aufmerksam und nennt etwa Kirchstraße, Kirchplatz und Marktplatz, die für den Verkehr gesperrt werden. Auf beschränkte Parkmöglichkeiten und Verkehrsbehinderungen sollte sich jeder rechtzeitig einstellen. Das Stadtoberhaupt bittet schon jetzt um Verständnis. "Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft prägen maßgeblich die Aufenthaltsqualität in einem Ort. Studien belegen, dass es zumeist die ersten Kontakte und kleinen Gesten sind, die nachhaltig die späteren Erinnerungen an eine Begegnung und damit die Bewertung eines Erlebnisses beeinflussen. Der erste Eindruck ist fast immer der bleibende", schreibt er weiter. "Lassen Sie uns von daher brillante Gastgeber sein. Zeigen wir den Besuchern der Bundesgartenschau, dass wir uns auf sie freuen. Zeigen wir ,Flagge` für unsere Buga!"