Der Winterschlaf vieler Tiere gehörte zu den Themen beim letzten Treff der AG Natur an der Grundschule "Am Eichenwald" in diesem Jahr.

Havelberg l Es waren zwar nur wenige Schüler, die zur Zusammenkunft der Arbeitsgemeinschaft "Natur" gekommen waren, aber der AG-Leiter Klaus Schlegelmilch nahm es gelassen. Als Leiter der Havelberger Infostelle des Biosphärenreservates Mittelelbe war er schon den ganzen Tag lang auf den Beinen, um die letzten Vögel in der Region zu zählen.

Mit den Grundschülern wollte er darüber reden, wie sich die Vögel und auch andere Tiere auf den Winter vorbereiten. Auf die Frage von Klaus Schlegelmilch, welche Tiere sich einen Wintervorrat anlegen, wussten die Schüler so einige Antworten. "Tiere durchleben den Winter auf unterschiedliche Weise. Es gibt die sogenannten winteraktiven Tiere, die Winterschläfer, die Winterruher und die Zugvögel. Außerdem gibt es Tiere, die in eine sogenannte Winterstarre fallen", so Klaus Schlegelmilch. Das mit der Winterstarre wollten die Kinder genauer wissen, und so erfuhren sie Folgendes: "Zum Beispiel Frösche, die wie Kröten und Unken zu den Amphibien zählen, haben als wechselwarme Tiere keine konstante Körpertemperatur, sondern passen sich der Umgebungstemperatur an. Weil sie sich bei Temperaturen unter zehn Grad nicht mehr bewegen können, suchen sich Frösche im Winter einen geschützten Ort, um nicht vollständig auszukühlen. Dazu zählen Wurzelbereiche von Bäumen, feuchte Erdlöcher, Felsspalten, Hohlräume unter Steinplatten oder unter totem Holz. Sie fallen in eine Winterstarre und ihr Puls geht von 30 Schlägen in der Minute runter bis auf zwei Schläge in der Minute."

Den Schülern stand vor Staunen der Mund offen und sie hörten weiter interessiert zu, denn es gibt ja noch so viele Tiere, die im Winter im Freien oder in ihrem Bau sind. "Die meisten Tiere bleiben im Winter bei uns. Sie ernähren sich in der kalten Jahreszeit von dem, was die Natur gerade zu bieten hat. Zu den winteraktiven Tieren gehören zum Beispiel Hirsche und Rehe, Hasen, Wildschweine, Füchse und viele einheimische Vögel. Diese Vögel werden auch Standvögel genannt. Dazu zählen Amseln, Meisen, Buchfink, Eichelhäher und andere", erklärte Klaus Schlegelmilch. Das Füttern der Vögel am Vogelhaus will aber auch gelernt sein und man muss wissen, wie es richtig gemacht wird. Das Aufhängen des Vogelhäuschens, das richtige Futter und auch das Reinigen des Vogelhauses wurden dann angesprochen. "Und wenn ihr alles richtig macht, habt ihr bestimmt in der kalten Jahreszeit viel Freude daran, die Vögel im Futterhäuschen zu beobachten", gab Klaus Schlegelmilch den kleinen Naturfreunden mit auf den Weg.

Am 26. Januar treffen sich die Mitglieder der AG Natur zum ersten Mal im neuen Jahr. Dann geht es um das Thema "Die Natur im Winter".