Schöne Geste am Heiligabend in der Havelberger KMG-Klinik: Alle Patienten, die über die Festtage auf Station bleiben mussten, erhielten ein kleines Weihnachtsgeschenk.

Havelberg l Verwaltungsdirektorin Diana Möller, der Ärztliche Direktor Dr. Peter Hoffmann und Pflegedienstleiterin Christine Timpe machten sich am frühen Nachmittag mit einem ganzen Wagen voller Geschenke - für jeden Patienten gab es eine Schutzengel-Figur und eine süße Bescherung - auf die große Runde durchs Krankenhaus. "25 Patienten sind es insgesamt, die an Weihnachten hier verbleiben müssen", berichteten sie. Am 23. Dezember und am Vormittag des 24. Dezember "haben wir bereits zahlreiche Patienten nach Hause entlassen, damit sie die Feiertage gemeinsam bei ihren Familien verbringen können".

Auf der "Inneren" freuten sich unter anderem Klaus Beck aus Kamern und Norbert Peters aus Havelberg sehr über den lieben Besuch. Klaus Beck, bis vor kurzem noch Bürgermeister der Gemeinde Kamern, hatte in der vergangenen Woche gesundheitliche Probleme bekommen und muss deshalb nun das Krankenbett hüten. "Ich bin ja nun auch nicht mehr der Jüngste", meinte er schmunzelnd. "Wenn die Gesundheit einen Krankenhausaufenthalt notwendig macht, dann ist es eben so. Auch zu Weihnachten." Und vielleicht sogar noch über den Jahreswechsel. "Doch erst einmal freue ich mich auf den Weihnachtsbesuch aus Kamern, wenn meine Familie zu mir kommt. Alles andere wird sich zeigen", so Klaus Beck.

Langweilig sei es ihm bisher nicht geworden in der KMG-Klinik, versicherte er. Und deutete auf seinen Zimmergenossen Norbert Peters aus Havelberg. "Wir sind ein wirklich gutes Team hier."

Norbert Peters hatte es am Freitag erwischt. "Als ich mir Medikamente holen wollte, bin ich in der Rats-Apotheke plötzlich zusammengebrochen", erzählte er. Die Apotheken-Mitarbeiterinnen Nicole Wegener und Sigrid Kusma kümmerten sich umgehend um ihn und organisierten sofortige Hilfe. "Sie sorgten dafür, dass ich mit einem Fahrzeug ganz schnell zur Untersuchung und Behandlung ins Krankenhaus gebracht wurde. Dafür möchte ich mich bei ihnen ganz herzlich bedanken", so Norbert Peters. Einen Dank richtet er zudem an das medizinische Personal in der KMG-Klinik, das "sich alle Mühe gegeben hat, mich wieder auf die Beine zu bringen".

Die kleine Bescherung im Krankenhaus haben Norbert Peters und Klaus Beck sehr freudig aufgenommen. "Dafür ist man zu Weihnachten doch gerne im Krankenhaus", machte Klaus Beck einen Scherz. Weihnachtlich zeigte sich in den letzten drei Tagen natürlich auch der Speiseplan: Hühnerfrikassee, Entenkeule, Hähnchenroulade, Kaninchenkeule, Sauerbraten...

Aber nicht nur die Patienten konnten sich über eine Aufmerksamkeit an Heiligabend freuen, sondern auch alle Schwestern und Pfleger, die an diesem Tag Spätschicht - also zu der Zeit, wo gewöhnlich zu Hause Bescherung ist - im Krankenhaus hatten.