Maßnahmen auf dem zweiten Arbeitsmarkt werden von der Gesellschaft für Arbeitsförderung und Sanierung betreut - auch 2014 wurde viel geschafft, vor allem bei der Flutschadensbeseitigung.

Elbe-Havel-Land l Üblicherweise sind es nur eine Handvoll Männer und Frauen, die mit einer Beschäftigung auf dem zweiten Arbeitsmarkt "überwintern". Auch dieses Jahr sind etliche der Maßnahmen, die über die Gesellschaft für Arbeitsförderung und Sanierung (GfAuS) laufen, im November ausgelaufen. Doch 46 Beschäftigte sind auch den Winter über in Einsatz.

Zu ihnen gehören die aus dem Bereich "Aktiv in Rente". Im Mai und Juni hatten sie ihre auf ein Jahr befristete Arbeit angetreten. 18 von ihnen sind mit der Beseitigung von Flutschäden beschäftigt. "Dass diese Maßnahme bewilligt worden ist, haben wir der Beharrlichkeit von Bernd Witt zu verdanken. Er hat sich sehr darum bemüht. Denn es gibt immer noch so viele Dinge zu beräumen und herzurichten, die auf den ersten Blick gar nicht mehr zu sehen sind", erklärt Dietrich Staats, der bei der GfAuS für den Bereich östlich der Elbe im Altkreis Havelberg zuständig ist.

Die 18 Beschäftigten sind in drei Gruppen aufgeteilt und kommen überall dort zum Einsatz, wo ihre Hilfe angefordert und von der Verbandsgemeinde beantragt worden ist. Mit zwei Transportern sind sie flexibel, was den Ort betrifft. Jede Menge abgestorbenes Holz ist zu beseitigen, Rasthütten sind zu stabilisieren und zu reparieren, Durchlässe in Gräben freizuräumen oder Schwemmgut wegzuräumen, "da sind die Bauern eine wichtige Stütze, denn sie informieren uns, wo Dinge weggeräumt werden müssen", nennt Dietrich Staats einige Beispiele. Es gehe dabei nicht um Arbeiten, mit denen Firmen beauftragt werden könnten, sondern um unterstützende Arbeiten, die die Kommunen allein nicht schaffen. "Die Resonanz von den Bürgermeistern ist überwiegend positiv, weil doch sehr viel geschafft wird", ist Dietrich Staats zufrieden.

Weitere "Aktiv-in-Rente"-Beschäftigte gibt es für die Sommerschule in Wust, die Vorbereitung des Altmärkischen Heimatfestes Anfang Juli in Schönhausen und die Fortführung des Spendenlagers als Kleiderkammer in Schönhausen.

43 Männern und Frauen war 2014 eine auf ein halbes Jahr beschränkte AGH-Maßnahme zugewiesen worden. Für diejenigen im Grünen Bereich war Ende November Schluss. Die im sozialen und touristischen Bereich wie dem Klietzer Schullandheim und dem Museumshof oder dem Schönhauser Bismarck-Museum sind teilweise länger tätig.

Dietrich Staats ist zuversichtlich, dass es auch 2015 neue Maßnahmen gibt, die Arbeitslosen vorübergehend Beschäftigung beschaffen. Gebraucht werden sie in allen Bereichen.

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