Schönhausen l Am 1. Dezember ist nicht nur Beginn des meteorologischen Winters, sondern es beginnt auch mit dem ersten Sonntag nach dem 25. November die Adventszeit. Es ist die Zeit der Ruhe, der Besinnlichkeit und des Lichtes. Das Wetter ist oft

von Gegensätzen geprägt. Ein wenig Schnee und Frost war den Landwirten seit jeher willkommen. Es gab aber schon oft milde Dezembermonate, die wenig Schnee und kaum Kälte brachten. Aber auch andere Jahre liegen hinter uns: So erlebten wir 1946 einen frühen Winter, in dem die Elbe am 24. Dezember starken Eisgang hatte. Auch der Dezember 1978 brachte viel Kälte und am 31. folgte ein Wintereinbruch mit Schnee und Temperaturen, die bis auf minus 20 Grad abgesunken sind. Mit zwölf Grad Frost und viel Schnee ging auch der Dezember 2010 zu Ende.

Tage werden wieder länger

Mit dem Thomastag und dem kalendarischen Winteranfang haben wir alle Jahre kurz vor Weihnachten die längste Nacht und den kürzesten Tag des Jahres. Von da ab werden die Tage wieder länger, wovon aber erst im Januar etwas zu merken ist.

Der Dezember 2014 war überwiegend grau, dunkel und regnerisch. Außerdem war es für die Jahreszeit sehr mild. Ein Orkantief, das über Europa hinweggezogen ist, erreichte uns am 20. Dezember mit Sturm, Gewitter und Regen sowie mit Graupel und Schneematsch. Es gab viele stürmische Tage und eine Bauernregel sagt dazu: "Wenn Winde wehen im Advent, dann wird uns reiche Ernte geschenkt."

Kurze weiße Pracht

Winterlich wurde es nach Weihnachten. So hatten wir im Dezember zwölf Nächte, in denen es leicht gefroren hatte. Am 29. Dezember war alles weiß und das Land mit fünf Zentimeter Schnee überzogen. Die Sonne zeigte sich nur an fünf Tagen, doch mit mehrfach elf Grad plus wurden die höchsten Tageswerte gemessen.

Mildes Wetter ließ die weiße Pracht schnell dahinschmelzen, so dass sich am 1. Januar 2015 alles wieder im besten Grün präsentierte. Die kälteste Nacht des Monats mit neun Grad minus hatten wir am 28. Dezember. Die Niederschlagsmenge kam über 14 Tage verteilt auf 50 Millimeter in Form von Schnee und Regen.

Die Elbe hatte am 30. Dezember einen Wasserstand von 3,06 Metern, während vor einem Jahr 2,85 Meter gemessen wurden.

Der Dezember 2013

Der Dezember des Jahres 2013 war ebenfalls ruhig und mild, bis auf ein Sturmtief, das in abgeschwächter Form über uns hinweggezogen ist. Leicht gefroren hatte es in sieben Nächten, wobei wir mit zwei Grad Frost am 14. Dezember die kälteste Nacht des Monats hatten. Die Sonne zeigte sich an neun Tagen, wobei die Höchstwerte am 24. Dezember mit elf Grad plus gemessen wurden. Die Niederschlagsmenge kam über zehn Tage verteilt auf 41 Millimeter Regen. Schnee gab es keinen und so erstrahlten Felder und Wiesen im tiefsten Grün.