In Vereinen, bei der Feuerwehr oder als Helfer im Flutspendenlager sind sie im Einsatz und sorgen dort für das Wohl anderer. Auch 2014 hat die Volksstimme wieder zehn Ehrenamtliche mit einem Blumenstrauß geehrt. Jetzt wird der "Havelberger des Jahres" gesucht.

Havelberg l Friedegard Bos und Klaus Ölmann waren 2014 die ersten, die im März mit dem "Blumenstrauß des Monats" 2014 geehrt worden sind - stellvertretend für alle, die sich in den Flut-Spendenlagern engagiert haben. Zu dem Zeitpunkt war es zwar schon ruhiger geworden im Schönhauser Spendenlager. Doch Klaus Ölmann erinnerte sich gut an den Sommer 2013, als sein Telefon pausenlos klingelte, ein Spendentransporter nach dem anderen anrollte und entladen werden musste, die Flutopfer Schlange standen und die Überbringer der Spenden sehen wollten, was die Flut angerichtet hat. Er wusste stets ein engagiertes Team um sich. Erste Ansprechpartnerin war Friedegard Bos, die sich vor allem um Kleiderspenden kümmerte.

Im April war es die Vorsitzende der Rheumaliga Havelberg, die mit einem Blumenstrauß überrascht wurde. Ingrid Protz hat immer gute Ideen für das Zusammenleben in der Selbsthilfegruppe, nimmt sich viel Zeit für die Mitglieder und zeigt viel Herz. "Allein klappt`s nicht. Das alles geht nur, wenn alle mitziehen. Hier vergessen wir unsere Schmerzen, sind abgelenkt", dankte die Geehrte.

"Auf Sandauerin ist immer Verlass" lautete die Überschrift zum Artikel über Undine Müller, die im Mai einen bunten Strauß Blumen erhielt. "Sie ist bei all unseren Aktivitäten zur Stelle, man kann sich voll auf sie verlassen", würdigte Ortswehrleiter Bernd Kandner. Als Pflegehilfskraft im Marienheim versucht sie ihre Schichten so zu legen, dass sie Feuerwehrtermine wahrnehmen kann. Dort kümmert sie sich um die Versorgung.

Seit sechs Jahren unterstützt Otto Hofmann die Havelberger Tafel. Zunächst als Ein-Euro-Jobber und Bürgerarbeiter. Doch leistet er darüber hinaus viele freiwillige Stunden für den Verein. Nicht nur deswegen wurde er für den Blumenstrauß im Juni vorgeschlagen. Kurz vorher hatte er zum 150. Mal kostenlos Blut gespendet. Mit dieser Hilfe trägt er dazu bei, Leben zu retten.

Für den Heimatverein Schollene ist Erika Gorges unverzichtbar. Die vielen Stunden, die sie über Jahre hinweg dem Heimatverein widmet, sind unzählbar und erst recht unbezahlbar. Dafür erhielt sie im Juli den Blumengruß. Sie ist eng mit ihrem Heimatort verbunden und sorgt mit ihrem Engagement dafür, dass die Geschichte des Dorfes nicht in Vergessenheit gerät.

Detlev Voigt motiviert in Hohengöhren Jung und Alt für den Sport. Als im August die neue Laufbahn auf dem Sportplatz eingeweiht und zum 10. Mal das Sportabzeichen abgelegt wurde, würdigte ihn der Sportvereinsvorsitzende für seinen großen Einsatz mit dem Blumenstrauß des Monats.

Thorsten Diederich ist als Soldat nach Havelberg gekommen und fühlte sich eng mit der Stadt verbunden. Bis zur Auflösung des Führungsunterstützungsbataillons erfüllte er die Partnerschaft zum DRK-Julianenhofheim mit Leben und engagierte sich im Bundeswehrverband etwa für die Tombola zum Tag der offenen Tür und in der Saldernberger Friedhofsgemeinschaft. Dafür gab`s im September den Blumenstrauß.

Sport und Gemeinde sind die Nutznießer der ehrenamtlichen Arbeit von Eberhard Wienmeister aus Klietz, der im Oktober geehrt wurde. Viel Herzblut steckt er in den Sportverein. Außerdem hat er eine Rentnerbrigade ins Leben gerufen, die sich um Dinge kümmert, für die die Gemeinde kein Geld hat.

Erhard Michael aus Kamern ist aktuell Kassenwart im Kaninchenzuchtverein und im Förderverein der Feuerwehr. Sein ehrenamtliches Engagement geht aber schon über Jahrzehnte. Im November bekam er den Blumenstrauß.

Kurz vor Jahresende wurde Doreen Bäther in Garz mit Blumen überrascht. Sie ist nicht nur ein wahres Organisationstalent, sondern bereitet zudem mit ihrem Gesang viel Freude, würdigte Ortsbürgermeisterin und Vorsitzende des Orts- und Kulturvereins Astrid Braunsdorf.

Die Volksstimme stellt in den nächsten Wochen alle Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge vor. Dazu erscheint jeweils der Stimmzettel. Jeder kann nur einmal abstimmen - auf einem originalen Stimmzettel. Wir sind gespannt auf den "Havelberger des Jahres 2014".

   

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