607 Anträge auf Wiederaufbauhilfe mit einem Investitionsvolumen von gut 32 Millionen Euro wurden von hochwassergeschädigten Familien im Elbe-Havel-Land bis Jahresende gestellt.

Elbe-Havel-Land l 443 dieser Anträge davon sind bewilligt - dieser Zuschuss macht knapp 15 Millionen Euro aus. 53 Anträge wurden abgelehnt beziehungsweise zurückgezogen.

Weiterhin wurden für die Erneuerung von Gartenlauben und Ferienhäusern 117 Anträge eingereicht, der Schaden liegt hier bei gut einer Million Euro. Da Wohnraum Vorrang bei der Bearbeitung hat, sind auch erst 40 Anträge bewilligt, sechs wurden abgelehnt.

"Die Prüfung und Bewilligung der Fluthilfe-Anträge steht für uns weiterhin an erster Stelle", heißt es von der Investitionsbank (IB) in Magdeburg. Noch bis 30. Juni dieses Jahres können Betroffene einen Antrag stellen. Sind die Bauarbeiten erfolgt, müssen die Flutgeschädigten die Verwendungsnachweise für das Geld bei der Bank einreichen. Bislang haben 152 Wohneigentümer diesen Nachweis, der sämtliche Rechnungen für die Baufirmen/Planer beinhaltet, eingereicht. 22 wurden bis Jahresende geprüft.

Für die Bewilligung von Zweitanträgen für Schäden, die erst später sichtbar wurden, ist es erforderlich, die bereits ausgezahlten Mittel und ihren sachgerechten Einsatz nachzuweisen. Erst dann kann ein Folgeantrag gestellt werden. Zeit dafür ist bis Jahresmitte.

Zu den frisch eingetroffenen Bewilligungen von kommunalen Schadenbehebungen durch das Landesverwaltungsamt gehört die Erneuerung einer Straße in Hohengöhren. Es handelt sich um das Stück von der B107 bis zur Brücke über den Landgraben, der Wirtschaftsweg führt dann weiter in Richtung Neuermark-Lübars. 54000 Euro stehen zur Verfügung. Auch die Brücke muss neu gebaut werden, das ist allerdings eine andere Maßnahme. Wann gebaut wird, ist im Gemeinderat noch festzulegen. Denn gerade bei dieser Straße ist zu berücksichtigen, dass die B107 durch Hohengöhren voraussichtlich ab 2016 grundhaft ausgebaut wird und sich die Höhen verändern.