Sandau (ifr) l Das Wichtigste zuerst: Geht es nach dem Willen der Ausschussmitglieder des Havelberger Wasserverbandes TAHV, dann sollen die Entgelte für die Wasserversorgung sowie die Abwasserentsorgung in den nächsten beiden Jahren unverändert bleiben. So lauteten jedenfall die gestern im Sandauer Rathaus gefassten Beschlüsse, die Verbandsversammlung müsste dem allerdings noch zustimmen.

Laut Kalkulation der Havelberger Stadtwerke - sie erledigen in dessen Auftrag die Arbeit für den ehrenamtlichen Verband - müsste der Arbeitspreis für einen Kubikmeter Trinkwasser eigentlich schon bei 1,29 Euro liegen, doch hat der TAHV noch immer einen Gewinnvortrag im sechsstelligen Bereich aus den Vorjahren.

Dennoch wiesen manche Mitglieder wie der Havelberger Sven Hetke auf künftige finanzielle Risiken hin. So besteht infolge der Flut ein enormer Investitionsbedarf in Höhe von 17,5 Millionen Euro. Allerdings ist unklar, ob letztendlich auch alle geplanten Ausgaben zu 100 Prozent durch Fördergelder ersetzt werden - die Vorgaben wurden nach der Flut mit "heißer Nadel" gestrickt. Zudem gibt es die "Großbaustelle" Klietz, wo Wasserversorgung und Abwasserentsorgung noch zu klären sind - dazu demnächst mehr.

Den umstrittenen Herstellungsbeitrag II will der TAHV nicht erheben - das wäre ein Politikum, meinte Stadtwerkechef Günter Hasstedt.