Zahlreiche geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Institutionen haben gestern Nachmittag in der Elb-Havel-Kaserne am Havelberger Neujahrsempfang 2015 teilgenommen.

Havelberg l Traditionell hatten die Stadt Havelberg und die Bundeswehr - namentlich das Panzerpionierbataillon 803 - zu dem Empfang im Saal des Betreuungsgebäudes der Elb-Havel-Kaserne eingeladen. In ihren Festreden schauten die beiden Gastgeber, Bürgermeister Bernd Poloski sowie der Standortälteste des Standortes Havelberg, Oberstleutnant Stefan Gruhn, jeweils kurz auf das 2014 Erreichte zurück, um sich dann den Aufgaben, die im neuen Jahr anstehen, zu widmen.

Für den Bundeswehrstandort Havelberg hatte 2014 nicht nur Gutes gebracht. Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr erfolgte am 18. Dezember mit dem Einrollen und Verhüllen der Truppenfahne die Außerdienststellung des Führungsunterstützungsbataillons 382. Zwölf Jahre lang hatte es in der Elb-Havel-Kaserne seine Heimstätte. Unter der Führung von Oberstleutnant Roland Kneschke ist derzeit noch ein Nachkommando mit etwa 70 Soldaten vor Ort, das die materielle Absteuerung sicherstellt. Außerdem erfüllen drei Soldaten dieses Bataillons gegenwärtig noch Einsatzaufgaben in Afghanistan.

Doch bald wird es wieder Zuwachs in der Elb-Havel-Kaserne geben. "Um den Bundeswehr-Standort weiter aufzuwerten, wird ab Mitte 2015 die 4. Kompanie des Versorgungsbataillons 142 mit etwa 250 Soldaten zusätzlich in der Kaserne neu aufgestellt", informierte Oberstleutnant Stefan Gruhn die Anwesenden. "Da diese Versorgungskompanie über Instandsetzungskräfte verfügt, sind dafür zeitgerecht die noch fehlenden Instandsetzungskapazitäten zu errichten. Das wird Bautätigkeiten zur Folge haben." Damit seien dann in der Elb-Havel-Kaserne bis zu 1000 Soldaten stationiert.

"Unser aller Blick richtet sich heute nur noch in eine Richtung, nämlich nach vorne", erklärte Bernd Poloski und meinte damit vor allem die in 85 Tagen beginnende Bundesgartenschau Havelregion. Trotz der jahrelangen aufwendigen Vorbereitung stehe die eigentliche Herausforderung für die Buga den Havelbergern erst noch bevor. "Meine Bitte an alle ist, ein möglichst hohes Maß an Eingenverantwortung und Initiative für die Buga zu entwickeln. Für den Erfolg so wichtig sind insbesondere die Gewerbetreibenden, vor allem auf der Stadtinsel."

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