Berlin (ifr) l "Was? Havelberg gehört gar nicht zu Brandenburg?!" - Die beiden älteren Berlinerinnen sind leicht irritiert, als sie erfahren, dass die kleine Hansestadt mit ihrem berühmten Dom in Sachsen-Anhalt liegt. Und die Bundesgartenschau in der Havelregion in diesem Jahr mithin in zwei Bundesländern stattfindet.

"Wegen der Buga hatten wir schon viele Anfragen", berichtete Grit Lübeck von der Havelberger Touristinfo, die ab Mittwoch auf der "Grünen Woche" in Berlin für einen Besuch der Dom- und Hansestadt warb. Vor allem musste sie immer wieder erklären, dass eine Buga-Eintrittskarte zum Besuch aller fünf Standorte berechtigt - egal, an welchem Tage. Entsprechend gefragt waren die Faltblätter zum Thema.

Havelberg war traditionell nicht in der Sachsen-Anhalt-Halle vertreten, sondern in der Halle 4.2 zum Thema "Urlaub auf dem Lande". Denn die Kommune ist Mitglied in der Landesarbeitsgemeinschaft "Landurlaub in Sachsen-Anhalt" (LAG) und darf somit auch an der internationalen Berliner Messe teilnehmen - ohne zusätzliche Kosten. Christine Fehse aus Kemberg bei Wittenberg leitet die LAG, in der aus der Region unter anderem auch das Klietzer Landguthotel, die "Güldene Pfanne" und Töpferin Ute Schröter aus Havelberg sowie der Wulkauer Reiterhof Mitglied sind.

In Berlin präsentierte die Einheitsgemeinde Havelberg auch ihr neues druckfrisches Gastgeberverzeichnis, welches auch Sandau umfasst - das Faltblatt entstand unter der Regie von Touristik-Chefin Marina Heinrich.

Ein Kuhlhausener war hingegen in der Bauernhofhalle anzutreffen: Andreas Schröder präsentierte hier seinen Wagyu-Zuchtbullen. Der fast dreijährige Kenshin bringt 830 Kilogramm auf die Waage. Zur Kuhlhausener Herde gehören derzeit 25 reinrassige und 75 Kreuzungs-Tiere. "Wir haben ein Vierteljahr mit dem Bullen geübt", berichtet der Landwirt davon, dass der Bulle normalerweise kein Halfter trägt.

Doch sind die aus Japan stammenden Wagyus ohnehin recht ruhige Rinder. Ihr zartes Fleisch ist unter Gourmets heiß begehrt, das ArtHotel in Havelberg wird unter anderem damit beliefert, geschlachtet wird in Ferchland.

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