Nach dem ereignisreichen Jahr 2013 verlief das Einsatzjahr 2014 für die Schönhauser Feuerwehr recht ruhig: Es gab lediglich acht Einsätze, war auf der Jahreshauptversammlung zu erfahren.

Schönhausen l "Seit 25 Jahren blieben wir somit erstmals unter zehn Einsätzen", konstatierte Wehrleiter Karl-Heinz Pick. Doch ist das nur die eine Seite der Arbeit der Aktiven: Stets sind auch Aus- und Weiterbildungen vonnöten, wozu 50 Dienstabende stattgefunden hatten. Die Kameraden bildeten sich im Umgang mit Motorsägen, Leitern und Booten weiter, wurden informiert, wie man bei Einsätzen in Biogasanlagen oder an Windrädern vorgeht oder wie eine Einsatzstelle abgesichert wird. Für die Öffentlichkeit gab es den Tag der offenen Tür und das Osterfeuer. Die Wehr beteiligte sich an "Kunst für Demokratie", half dem Reitverein und versorgte beim Wettkampf in Kamern. Hier konnte Schönhausen leider kein Team stellen - das soll sich aber dieses Jahr ändern, schließlich ist man am 13. Juni selbst Gastgeber.

Das Vorjahr hatte gleich mit einem Großbrand begonnen, am 6. Januar war die Fleischerei im Gewerbegebiet abgebrannt, tags darauf musste nachgelöscht werden. Zum Schuppenbrand nach Sydow wurde die Wehr am 26. Februar alarmiert, am 14. März war eine Birke in der Bahnhofstraße umgestürzt. Zwei Einsätze folgten am 11. Juni: In der Heinestraße stand ein Keller voll Wasser und am Bauerndamm lagen abends Bäume um. Vier Tage später wurde Fundmunition gesprengt, die Wehr musste das Gelände absperren. Das Feuerwerk am Bürgerzentrum wurde am Einheitsfeiertag abgesichert und am 24. Oktober gab es eine Übung am Kindergarten.

Erfreuliches berichtete der Wehrleiter über die Mitgliederzahlen: Immerhin vier Neueintritte waren 2014 zu verzeichnen. Aktuell versehen 32 Aktive den Dienst in der Wehr, darunter neun Frauen - sechs bis acht Aktive stehen rundum zur Verfügung. Die Altersabteilung hat zehn Mitglieder, die Jugendwehr neun und die Kinderwehr acht. Acht Aktive nahmen an überörtlichen Weiterbildungen teil: Truppführer, Digitalfunk, Motorsägenführer und Kinderwehr-Betreuer.

Im Vorjahr erhielt die Wehr einen gebrauchten Kleinbus, die Allianz spendierte zudem ein Schlauchboot. Fast 7500 Euro wurden für den Unterhalt der Fahrzeuge benötigt, 2300 Euro für Heizkosten, 1500 Euro für Bekleidung. Zweckgebundene Hochwasserspenden ermöglichten den Kauf weiterer Einsatzbekleidung und einer neuen Küche.

Flutmarkierung angebracht

Am Gerätehaus wurde im Juli eine Flutmarkierung angebracht - einen halben Meter hoch hatte das Wasser hier gestanden. Der Fußboden ist gerissen und Türen sind aufgequollen - eine grundlegende Sanierung ist also noch nötig.

Jugendwart Volker Kästle informierte, dass seine Truppe 38 Dienstabende und sieben Veranstaltungen absolviert hatte. Die Wehr in Tangermünde und die Rallye in Sandau wurden besucht, Wehrjubiläum, Blaulichtparty und Camp in Klietz; beim Nikolausmarkt war der Nachwuchs ebenso dabei wie beim Tag der offenen Tür und dem Osterfeuer.

Viel gespielt und gebastelt wurde in der Kinderwehr, berichtete Janine Pultermann. Am 1. Mai wurde das Stück "Schneewittchen und die sieben Löschzwerge" aufgeführt.

Christian Schwaschak beantragte im Anschluss, die Ausbildung auf den Freitag zu verlegen - viele sind wie er in der Woche auswärts. Ohne Ausbildung darf er aber nicht zu Einsätzen. Die Wehrleitung will den Antrag prüfen.

Bürgermeister Alfons Dobkowicz hofft auch in diesem Jahr auf die Hilfe der Wehr, denn mit Bismarckjubiläum und Heimatfest stehen große Ereignisse in Haus.

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