Havelberg (ans) l Mit seiner ersten Veranstaltung im neuen Jahr hatte der Förderverein "Naturschutz im Elb-Havel-Winkel" am Sonnabend zur Winterwanderung eingeladen. Trotz des eisigen Windes war sie gut besucht, berichtet Vereinsmitglied Annett Winter. Start war am Domizil des Vereins am Forsthaus im Mühlenholz. Gespannt lauschten die zahlreichen Naturinteressierten den einführenden Worten des Vereinsvorsitzenden Klaus Heidrich.

Die Wanderung führte durch das Mühlenholz und den angrenzenden Möwenwerder. Die Teilnehmer erfreuten sich nicht nur an der interessanten Landschaft, sie konnten auch zahlreiche Tiere wie Schwäne, Gänse und Enten beobachten und die unterschiedlichsten Spuren im Schnee bestimmen. Klaus Schlegelmilch von der Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe berichtete Wissenswertes zu den Zugvögeln und den hier überwinternden Vögeln. Die Besucher erfuhren außerdem von Neuanpflanzungen der Weichholzaue mit verschiedenen Arten von Baumweiden und Stieleichen, die an höheren Standorten gepflanzt worden sind.

Nach Auskunft der Jägerschaft konnte in den vergangenen drei Jahren die Waschbär-Population durch das Erlegen in größerer Stückzahl reduziert werden. Dadurch hatten Singvögel und andere Brutvögel insgesamt eine bessere Chance, ihre Brut aufzuziehen. Dadurch konnte die Artenvielfalt erhalten bleiben.

Der Verein bedankt sich beim Biosphärenreservat Mittelelbe für die gute Zusammenarbeit etwa bei den Führungen und Vorträgen. Bei der nächsten öffentlichen Veranstaltung des Fördervereins steht der Wolf im Mittelpunkt. Der Wolfsbeauftragte Andreas Berbig wird am Sonnabend, 14. März, ab 13.30 Uhr im Forsthaus über die Wolfspopulation in Sachsen-Anhalt berichten. Interessierte können sich den Termin schon jetzt vormerken.

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