Auf Einsätze und absolvierte Ausbildungen hat der Leiter der Feuerwehr Nitzow unter anderem zur Jahreshauptversammlung zurückgeblickt. Besonders erfreulich: die vollzählige Anwesenheit aller Alterskameraden, Kameraden und der Jugendwehr.

Nitzow l Darüber freute sich nicht nur Wehrleiter Andreas Eckert, sondern auch Havelbergs Stadtwehrleiter Ulrich Ziegler. Begrüßt wurden außerdem Havelbergs Bürgermeister Bernd Poloski, Nitzows Ortsbürgermeister Karsten Grey, Stadtrat Fred Lähns und Silke Lisges vom Ordnungsamt. Der Wehrleiter blickte kurz auf das vergangene Jahr zurück und ließ die insgesamt sieben Einsätze Revue passieren. Neben umgefallenen Bäumen kamen auch die Brände in Wohnungen, wie etwa am 5. Dezember um 2.25 Uhr im eng bebauten Havelberger Bischofsberg, zur Sprache. Zu diesem war die Nitzower Wehr mit sechs Kameraden ausgerückt.

Jugendwehr freut sich über vordere Plätze

"Wie in jedem Jahr hat unsere Wehr den Förderverein der freiwilligen Feuerwehr bei vielen Veranstaltungen unterstützt", berichtete Andreas Eckert weiter. Das Zusammentragen von Ast- und Strauchwerk zum Osterfeuer mit Unterstützung der Jugendwehr, die Absicherung des Osterfeuers, das Aufstellen des Maibaumes, das Feuerwerk zum Bootskorso, der Tag der offenen Tür und die Unterstützung zum Weihnachtsbasar zählte er auf.

Große Erfolge wurden in der Ausbildung erreicht. Die Kameraden Jana Weber, Michael Pesenecker und Lars Lindenthal haben die Ausbildung zum Truppführer sowie den Funkerlehrgang absolviert. Christian Schaper hat die Ausbildung zum Zugführer erfolgreich bestanden. Michael Pesenecker und Christian Schaper nahmen zusätzlich am Lehrgang für Atemschutzgeräteträger teil und weitere sechs Kameraden absolvierten die Atemschutzstrecke in der Feuerwehr-Technischen-Zentrale des Landkreises Stendal in Arneburg. Hier fand auch die technische Überprüfung der Fahrzeuge und Ausrüstung der Nitzower Wehr statt. Es gab keine Beanstandungen.

Lobend erwähnte Andreas Eckert das Abschneiden der Nitzower Männermannschaft beim Ausscheid und Kreisfeuerwehrtag aus Anlass des 80-jährigen Bestehens der Feuerwehr Kamern. Mit nur fünf Zehntelsekunden Abstand wurden die Nitzower Zweiter. Der Wehrleiter bedankte sich bei allen Kameraden und Unterstützern und blickte auf das Jahr 2015. Er versprach, mit der Wehr ein guter Gastgeber für die Bundesgartenschau zu sein. Aber auch der Kreisfeuerwehrtag am 4. Juli im Havelberger Mühlenholz zählt zu den Höhepunkten, zumal an diesem Tag zum MDR-Musiksommer zehntausend Besucher in der Hansestadt erwartet werden.

Versammlungsleiter Rainer Lautenbach übergab dann das Wort an Jugendwart Christian Schaper. Er lobte die interessierten Kinder und Jugendlichen, die sich bei der Feuerwehr einbringen. Aktuell sind es sechs Mitglieder, Nachwuchs ist in Sicht. Als Erfolg auf sportlicher Ebene der Jugendgruppe wertete er den 1. Platz der Nitzower beim Wettkampf in Kamern und Platz 3 im Löschangriff bei der Kreismeisterschaft in Klietz. Christian Schaper kritisierte aber auch die ungenügende oder fehlende Zustellung von Einladungen zu weiteren Wettkämpfen. Er würdigte die Jugendwehr für ihre Aktivitäten bei Veranstaltungen im Ort und auch beim Tag der offenen Tür der Bundeswehr auf dem Nitzower Übungsplatz. Bei seinen Schützlingen, beim Wehrleiter und bei weiteren Kameraden bedankte er sich für die Unterstützung.

"Nitzow verfügt über eine stabile Wehr und mein Dankeschön geht an die Wehrleitung, die nicht zwangsmäßig versucht, die Wehr zu erhalten, sondern das Vorhandene zu stabilisieren", sagte Bernd Poloski. Er würdigte die hohen Anforderungen, zum Beispiel bei den Atemschutzgeräteträgern. Nitzow hat erfreulicherweise neun Kameraden mit dieser Ausbildung. Der Bürgermeister dankte für die hohe Einsatzbereitschaft.

Dem schloss sich Karsten Grey an, der die Feuerwehr als eine feste Säule im Dorf sieht. Er fand lobende Worte für die Jugendwehr und die Unterstützung der Feuerwehr bei den örtlichen Veranstaltungen. "Wir haben es uns zur Pflicht gemacht, die Jahreshauptversammlungen der Feuerwehren zu besuchen, um den Kontakt zu halten und um Probleme in den Wehren zu lösen", sagte Fred Lähns von Seiten des Stadrates. Stadtwehrleiter Ulrich Ziegler hob die Wichtigkeit der Ausbildung und Kameradschaft in der Wehr hervor. "Ein gemeinsames Handeln ist nur mit den Ortsfeuerwehren möglich. Wir sind alle auf dem richtigen Weg." Ulrich Ziegler wies auf das 125-jährige Bestehen des Kreisfeuerwehrverbandes hin, zu dem es einen großen Festempfang geben wird.

Christian Schaper ist neuer Stellvertreter

Vor der abschließenden Wahl wurde der stellvertretende Wehrleiter Rainer Lautenbach mit vielen Dankesworten aus seinem Amt, das er 16 Jahre lang innehatte, verabschiedet. Bei der Neuwahl zum Nachfolger gingen alle Hände für Christian Schaper hoch. Andreas Eckert bedankte sich nach seiner Neuwahl zum Wehrleiter für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Zum Jugendwart wurde Lars Lindenthal gewählt. Schriftführerin Jana Weber nahm die Schulterstücke der Oberfeuerwehrfrau entgegen, Christian Schaper die des Oberlöschmeisters und Lars Lindenthal und Michael Pesenecker wurden zum Oberfeuerwehrmann befördert. Aus der Jugendwehr konnte Vivien Freundt in den aktiven Dienst aufgenommen werden.

 

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