Mit einem Sieg haben sich die Schachspieler des SV 90 Havelberg im Abstiegskampf zurück gemeldet. Am 6. Spieltag in der Bezirksoberliga Nord wurde der Burger SC III mit 5:3 bezwungen.

Havelberg l An dem heimischen Brettern entwickelte sich dabei ein dramatisches Duell, bei dem es kein einziges Remis gab. Die Burger, die nur mit sieben Mann antraten und damit dem Havelberger Thomas Holzhüter einen kampflosen Punkt an Brett 4 bescherten, bemühten sich von Anfang an, die zum ersten Mal in dieser Saison in Bestbesetzung spielenden Havelberger unter Druck zu setzen und den anfänglichen Rückstand aufzuholen.

Doch zuerst punktete der Gastgeber: Michael Luksch an Brett 3 spielte seinen Gegner gekonnt aus und gewann nach nur 25 Zügen. Doch das 2:0 sorgte nicht für die nötige Sicherheit, an einigen Brettern entwickelten sich die Stellungen nachteilig. Heiko Gielke an Brett 8 und Klaus Dittmer an Brett 5 mussten nach Materialverlust ihre Partien abgeben. Nach dem 2:2 brachte Karsten Kasubek an Brett 1 den SV 90 mit 3:2 in Führung. Dennoch lag ein Mannschaftssieg in weiter Ferne, bis Bernd Rump an Brett 7 trotz des zwischenzeitlichen Nachteils von zwei Bauern seinen Gegner ausspielen konnte und eine Leichtfigur und die Partie gewann. Damit stand es 4:2 für den SV 90.

An Brett 2 kämpfte sich Steffen Heinze noch bis in das Endspiel, doch konnte er mit einem frühzeitig verlorenen Springer keinen Ausgleich mehr erlangen und gab nach 45 Zügen auf. Nach dem 4:3 bot der Havelberger Thomas Wesche in guter Stellung seinem Gegner Remis, was dieser verständlicherweise ablehnte. Doch in schwieriger Stellung hatte der Burger keine realistische Gewinnchance mehr und überschritt dann noch die Bedenkzeit, womit es 5:3 für die Havelberger hieß.

Kaum zu glauben, dass der SV 90 Havelberg dennoch mit 5:7 Punkten auf dem vorletzten Platz verbleibt.

Wie unfassbar dicht das Feld in diesem Jahr ist, zeigt der Blick auf die Tabelle: Zum dritten Platz ist man nur zwei Mannschaftspunkte entfernt.

Am nächsten Spieltag startet dann ein weiterer Abstiegskrimi, wenn es gegen den punktgleichen Tabellennachbarn aus Irxleben geht.