Das Buga-Blumenband ist das verbindende Element zwischen den fünf Standorten der Bundesgartenschau von Havelberg nach Brandenburg. Dafür sind 25 Hochsitze entstanden, von denen aus die Besucher einen tollen Blick in die Landschaft genießen können.

Havelberg l Im Bauen von Hochsitzen kennen sich die neun Mitarbeiter des Beschäftigungsbereiches der Therapiegemeinschaft Westhavelland in Wulkau gut aus. Denn für Jäger haben sie bereits etliche hergestellt. In den vergangenen Monaten haben sie nun 25 Hochsitze für den Zweckverband der Bundesgartenschau 2015 Havelregion gebaut. Diese strahlen in leuchtendem Buga-Blau. Schließlich sollen sie auffallen am Blumenband, das die fünf Standorte von Havelberg bis Brandenburg verbindet.

Am Montag wurden die ersten Hochsitze aufgebaut. Gemeinsam mit Burkhard Bartels, der den Beschäftigungsbereich des Suchthilfenzentrums leitet, hoben die Mitarbeiter den Hochsitz vom Anhänger und stellten ihn am Radweg zwischen Jederitz und Kuhlhausen auf. Zwei weitere folgten in dem Bereich. Die nächsten werden nahe der Brücke nach Strodehne platziert und dann weiter bis nach Brandenburg, berichtet Ralf Hebenstreit von der technisch-planerischen Abteilung des Zweckverbandes. Gemeinsam mit Constanze Oertel begleitet er das Aufstellen der Hochsitze und alle weiteren Arbeiten für das Blumenband.

Die Blumenzwiebeln für die Blumenrabatten sind bereits in der Erde. Außerdem sind 20 größere Blühfelder vorgesehen. Hier arbeitet der Zweckverband mit Landwirten zusammen. Gut 100 Silageballen in weißer Hülle und mit blauem Buga-Logo werden auf Feldern ebenfalls für Wiedererkennung auf der 80 Kilometer langen Buga-Strecke sorgen. Außerdem werden zum Beispiel Brücken oder auch Pflanzhilfen von Bäumen blau angestrichen. 30 Picknickplätze mit zwei Bänken und einem Tisch entstehen ebenfalls.

Mit der Idee, etwas Verbindendes zwischen den fünf Buga-Standorten zu schaffen, ist das Blumenband entwickelt worden. Nicht nur Wiedererkennung an Hauptverkehrsstrecke und Radwegen ist dabei das Ziel, sondern auch eine indirekte Besucherlenkung. Mit den Blühfeldern wird zugleich gezeigt, dass die Landwirte mehr anbauen als Mais und Roggen. Allerdings wird es nicht gelingen, ein durchgehendes Blumenband anzulegen, sagt Ralf Hebenstreit. Dazu sind die Straßenränder nicht überall geeignet.

Außerhalb der eintrittspflichtigen Flächen wird es in Stölln wegbegleitend zudem eine kleine Ausstellung mit Feldkulturen geben, berichtet Constanze Oertel.

Aufgestellt sind übrigens seit einigen Wochen schon die Buga-Empfangsschilder in den Städten. In Havelberg stehen sie an den Stadteinfahrten im Süden und Norden an der B 107 und auf der Landesstraße in Richtung Jederitz. Wer Havelberg verlässt, wird mit letztgenanntem Schild eingeladen, den nächstgelegenen Buga-Standort Rhinow zu besuchen. Und wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, hat dabei öfter die Gelegenheit, von einem der Hochsitze den weiten Blick in die schöne Havellandschaft zu genießen.

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