Sandau l Wie in Fischbeck hatten sich auch im Sandauer Stadtwald Wehrmachtssoldaten ihrer Ausrüstung vor der Flucht über die Elbe in den letzten Kriegstagen entledigt. Deshalb mussten kürzlich auch hier im Zuge der bevorstehenden Deichrückverlegung Munitionsberger anrücken. Es musste sogar eine Sprengung vor Ort erfolgen, die arg verrostete Fundmunition war nicht mehr transportfähig.

Regelmäßig finden Beratungen mit den Planern sowie den Bauherren vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz LHW statt, informierte Bürgermeister Henry Wagner auf der jüngsten Ratssitzung. Wegen der Munitionssondierungen konnten die Rodungen auch noch nicht wie geplant abgeschlossen werden. Im kommenden Monat wollen die Archäologen anrücken, bis dahin sollen die Rodungen auf der künftigen Deichtrasse abgeschlossen sein. Für Mai ist dann der Baustart für die Deichrückverlegung geplant.

Flutschadensgeld für die Königsallee ist bewilligt

Dieses Bauvorhaben verzögert die Instandsetzung der bei der Bekämpfung der Hochwasserkatastrophe in Mitleidenschaft gezogenen Königsallee sowie des Weges vom Autohaus zum Deich. Denn erst nach Ende der Deichbauarbeiten kann die Allee instandgesetzt werden, begründete der Bürgermeister. Das Geld für diese Flutschadensbeseitigung wurde bereits bewilligt, es sind um die 600000 Euro.

Nun sei auch die Arbeitsgruppe zum Katastrophenschutz arbeitsfähig, erklärte deren Leiter Jens Adamczyk. Erste Aufgaben wurden verteilt, der nächste Treff ist am 5. März.