Im Oktober erst hatte Verkehrsminister Thomas Webel die frisch sanierte Kuhlhausener Ortsdurchfahrt freigegeben. Doch so ganz glücklich ist man in der Havelortschaft damit noch nicht.

Kuhlhausen l Die neue Asphaltfahrbahn brachte es mit sich, dass die Autos nunmehr schneller durch den Ort fahren können. Vor allem vorm Ortsausgang nach Jederitz wird ordentlich aufs Gaspedal getreten - hier sind manche Autos oft schon zu schnell. Probleme gibt es vor allem mit der Ausfahrt der Feuerwehr - sie liegt nun mitten im Kurvenbereich. Nach links hat man hier beim Herausfahren nur wenige Meter Einsicht.

Die Einheimischen favorisieren in diesem Kurvenbereich eine Tempo-30-Zone, informierte Ortsbürgermeister Torsten Winkelmann auf der Sitzung des Ortschaftsrates in der Vorwoche. "Vielleicht kann man zusätzlich noch einen Spiegel aufstellen", regte Herbert Dierkes an. Gabriele Kant gab zu bedenken, dass ein angedachtes Parkverbot in dem angrenzenden Bereich wenig hilfreich wäre - denn parkende Fahrzeuge tragen auch zur Verkehrsberuhigung bei.

Diskussion bei einem Termin vor Ort

Das Problem wurde bereits nach Stendal gemeldet, eine Reaktion blieb bislang aus. Doch soll in Kürze ein Vor-Ort-Termin stattfinden, woran sich auf Anregung von Gabriele Kant auch die Feuerwehr beteiligen soll.

Informiert wurde ferner zum Haushalt für dieses Jahr. Eine Ausgabe in Höhe von 20000 Euro steht darin - der Rest des aufgesplitteten Eigenanteils der Kommune für die Sanierung der Ortsdurchfahrt. Für die Reinigung und Unterhaltung des Dorfgemeinschaftshauses gibt es jeweils 100 Euro, für Büromaterial stehen 200 Euro zur Verfügung. Einnahmen von Familienfeiern sind hier nicht vorgesehen, der Raum steht dafür nicht zur Verfügung. Der Ortschaftsrat hatte einst beschlossen, die beiden Gaststätten im Ort dadurch zu unterstützen.

Die Feuerwehr hat für dieses Jahr keinen Finanzbedarf angemeldet, sie seit gut ausgestattet, wie deren amtierender Leiter Steffan Warnstedt den Rat auf Nachfrage informierte. Herbert Dierkes wies aber darauf hin, dass das Kleinlöschfahrzeug mit seinen über 20 Jahren auch bald mal ersetzt werden müsste.

Für die Kultur soll es in diesem Jahr wieder einen Zuschuss aus Havelberg in Höhe von 1850 Euro geben, das sind je Einwohner zehn Euro. Für die Umsetzung dieser Maßnahmen ist in Kuhlhausen zumeist der Orts- und Kulturverein zuständig. Dessen Vorsitzender Hans-Werner Ramm war zur Sitzung eingeladen worden, um dem Rat die Planung für dieses Jahr vorzustellen.

Ortsgeschichte anhand der Häuser vorstellen

Wie in den Vorjahren finden auch 2105 wieder solch traditionelle Veranstaltungen wie Baumverbrennen, Oster-, Mai- und Oktoberfeuer sowie das Dorffest am 4. Juli statt. Geplant sind zudem Fahrten mit dem Kremser oder zum Kegeln. Im April wird Karl-Heinz Schröder in einem Diavortrag über Russland berichten, auch der Auftritt einer Bluesband ist geplant. Zum demografischen Wandel soll es im Sommer eine Gesprächsrunde mit den Parteien geben und einzelne Häuser im Ort werden mitsamt ihrer Geschichte vorgestellt. Zudem wollen Theaterpädagogen im Buga-Jahr Aktionen mit der Jugend veranstalten und Neues schaffen.

Um einen Stück vom "Finanz-Kuchen" bat auch die Jugendwehr, denn sie will wie schon im Vorjahr wieder einige Aktionen für alle Kinder aus dem Dorf anbieten. Dadurch soll die Kinder- und Jugendarbeit in Kuhlhausen belebt werden, meinte Steffan Warnstedt.

Ortsbürgermeister Torsten Winkelmann lädt vom 14. bis 16. Mai wieder zu einem Pick-up-Treffen an den Karpfenteich ein - hoffentlich bei besserem Wetter als 2014.

An dem Gewässer wird es auch am 6. Mai hoch hergehen, dann ist hier der Auftakt zur diesjährigen "Landpartie" des Mitteldeutschen Rundfunks MDR. Ordentlich daneben liegt der Sender allerdings mit seiner Begründung für die Ortswahl im Internet: "Dort geht dann die Bundesgartenschau zu Ende."