Zu einem etwas verspäteten Neujahrsempfang hieß der Schönhauser Bürgermeister Alfons Dobkowicz am Freitagabend willkommen. Dank wurde den Ehrenamtlichen ausgesprochen, die das Gemeindeleben bereichern.

Schönhausen l "Weil viele Menschen auf der Welt Feinde sind und mit Waffen aufeinander schießen", haben die Schönhauser Grundschüler ihr Programm zum Auftakt des Empfanges im Bürgerzentrum unter das Motto "Frieden" gestellt. So erklang auch gleich das Lied von der "kleinen weißen Friedenstaube", das Carla Northe, Lisa Adam, Tessa Lemme, Victoria Roloff und Carolin Müller auf der Flöte spielten.

"Wir wollen zeigen, wie wichtig es ist, dass alle Menschen auf diesem Planeten friedlich miteinander leben können", begann Victoria Roloff aus der 4. Klasse ihre Moderation des Programmes. Das endete mit dem Lied "Und die Blumen blüh`n überall gleich", das Mia Benecke solo sang. Süßes und ein Gutschein zum Wünscheerfüllen gab es für die Kinder zum Dank für die gute Unterhaltung.

Als dann alle ein Glas Sekt in der Hand hielten und auf 2015 anstießen, begrüßte der Bürgermeister die Runde, die gern größer gewesen sein könnte. Zu denen, die der Einladung gefolgt waren, gehörten der erste Beigeordnete des Landkreises, Denis Gruber, der Stellvertreter des Verbandsbürgermeisters, Hans-Dieter Sturm, Eckard Albrecht vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) Stendal, André Wiedenhöft von der Volksbank, der Klietzer Bürgermeister Jürgen Masch, Dietrich Staats von der Gesellschaft für Arbeitsförderung, Pfarrer Ralf Euker, Museumspädagogin Katja Gosdek, Schulleiterin Gabriele Bos, Ratsmitglieder, Vereinsvorsitzende sowie Handwerker und Gewerbetreibende. Denen dankte er, dass sie nach der Flut den Neubeginn geschafft und damit Arbeitsplätze erhalten haben, wandte er sich ganz gezielt an den Thermoplast-Chef Aribert Meißner.

Dank sagte er auch den Ehrenamtlichen, die das Gemeindeleben bereichern. An erster Stelle sind das Christel Guß-Siedler und Ingrid Poppe von der Bibliothek, außerdem Eckhard Temmel, der die Homepage der Gemeinde betreut, sowie Christiane Schramm, Ute Kathe, Petra Volke und seine Frau Dagmar, welche die Vorbereitung des Empfanges übernahmen und für das leibliche Wohl sorgten.

Der Neujahrsempfang sei ein schöner Brauch, persönliche Begegnungen zu pflegen und auf das Vorjahr Rückschau zu halten. Das habe in Schönhausen mit dem Brand eines Gebäudes im Gewerbegebiet und dem Umstürzen von Bäumen im Park wenig verheißungsvoll begonnen. Aber es gab auch viel Gutes: "Wir haben zwei neue Deichabschnitte fertiggestellt, im April fanden das Kunstfest im Park und der Kinderlauf um die Kirche Zuspruch, im Juni zum Deichbruch-Jahrestag gab es das Fest der Begegnung und kurz darauf das Reitturnier, auch das Helferfest der Fluthilfeorganisationen am 3. Oktober gehörte zu den Jahreshöhepunkten, ebenso das Dorfsportfest in Hohengöhren oder die Feste auf dem Damm. "Aber wir können nicht nur feiern, sondern auch arbeiten", nannte der Bürgermeister den Abriss der Turnhalle und des Melkerhotels, den Baubeginn auf dem Spielplatz in der Körnerstraße, den Neubau der beiden Brücken zum Damm oder das Pflanzen von 31 Obstbäumen am Weg zum Neuen Wiehl als Zeichen des Wiedererwachens nach der Flut als Beispiele.

"Auch für 2015 haben wir uns viel vorgenommen. Die Straße zum Damm wird neu gebaut, die Außenanlagen am Bürgerzentrum zu Ende gestaltet, der Park hergerichtet, die im Juni 2013 unter Wasser stehenden Straßen samt Abwassernetz erneuert und der Neubau der Turnhalle vorangebracht. Und es werden zwei weitere Deichabschnitte in Schönhausen und Hohengöhren saniert, damit wir noch besser schlafen können." Dem Verwaltungsamt dankte der Bürgermeister für die Umsetzung der zahlreichen Flutsanierungen und bat die Bevölkerung um Geduld, wenn nicht alles so schnell abgearbeitet werden kann.

Beim Blick auf die Veranstaltungen in diesem Jahr nannte Alfons Dobkowicz den 200. Geburtstag Otto von Bismarcks. Auftakt ist am 15. März die Sonderausstellungseröffnung im Museum, das Fest "Kunst für Demokratie" am 29. März, die Herausgabe der Bismarck-Sonderbriefmarke samt Stempel am 2. April und die Fachtagung des Altmärkischen Heimatbundes am 3. Juli. Die Absage des Altmärkischen Heimatfestes sei auf Verständnis im Ort gestoßen.

   

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