Havelberg l Seit gestern gibt es vier Bewerber um das Amt des Havelberger Bürgermeisters: Jenny Kirchhoff hat am Montag ihre Bewerbungsunterlagen abgegeben. Die Berlinerin ist von klein auf mit Havelberg verbunden, kennt die Stadt, verfolgt seit Jahren das Geschehen und will "von außen frischen Wind" ins Rathaus bringen. In den Havelberger Familien Brüshafer und Kirchhoff liegen ihre Wurzeln. Die heute 41-Jährige besuchte in Havelberg den Kindergarten, war in den Ferien stets hier und hat auch später neben Studium und Arbeit die Entwicklung der Stadt nie aus den Augen gelassen, erzählt sie gestern beim Besuch in der Volksstimme-Redaktion.

"Nach sehr langer Arbeit in der Wirtschaft und im Stiftungsbereich möchte ich meine Erfahrungen, Fertigkeiten und Fähigkeiten in die Kommunalpolitik einbringen", nennt die Wirtschaftsjuristin ihr Ziel. Lange Zeit war sie in der Altstadtsanierung tätig, hat, um sich das nötige Fachwissen anzueignen, noch nebenbei Innenarchitektur und Raumgestaltung studiert.

Mit dem Gedanken, nach Havelberg zu ziehen, trägt sie sich schon länger. Wenn sich eine berufliche Perspektive bietet, will sie ihn in die Tat umsetzen. In der Bürgermeisterwahl sieht sie die Chance dafür. "Ich habe durch meine Familie eine sehr tiefe Bindung zu Havelberg und verbinde meine schönsten Kindheitserinnerungen mit der Stadt. Wenn ich hierher komme, habe ich immer das Gefühl, nach Hause zu kommen."

Die Bürgermeisterwahl findet am 26. April statt. Der ursprüngliche Termin am 22. März musste wegen eines Fehlers in der Bekanntmachung abgesagt werden. Über die Einreichungsfrist beschloss der Stadtrat gestern Abend. Bis zum 30. März, 18 Uhr, haben Interessenten die Möglichkeit, ihre Bewerbungen im Rathaus abzugeben.