Wie das Veranstaltungsprogramm des Zweckverbandes zur Bundesgartenschau für Havelberg aussieht, stellte Manfred Rademacher im Kulturausschuss vor. Neben kulturellen Höhepunkten gehören auch "i-Punkt Grün", "Grünes Klassenzimmer", Blumenhallenschauen sowie "Kirche und Buga" dazu.

Havelberg l "Wir sind ein kleiner Teil der Buga", machte der Veranstaltungsleiter im Buga-Zweckverband Manfred Rademacher deutlich, dass die Veranstaltungen nicht den Schwerpunkt der Bundesgartenschau bilden. Dennoch dürften die diversen Angebote dazu beitragen, Besucher in die Buga-Städte zu locken. Die Besonderheit sind auch für die Veranstalter die fünf Ausrichterkommunen mit sechs Bühnenstandorten. "Wir haben deshalb nicht mehr Geld und Personal zur Verfügung", zieht Manfred Rademacher den Vergleich zu anderen Gartenschauen, wo er den Veranstaltungspart in seinen Händen hatte. Verschiedene Faktoren galt es zu berücksichtigen: Kapazität, Finanzen, Bühnengrößen, Besucherzahlen, Sicherheit. Letztendlich soll an den 177 Tagen Buga auch für jedes Alter was dabei sein.

"Havelberg war der komplizierteste Standort für den Bühnenbau."

Die Bühne am Dom zu positionieren, war keine leichte Aufgabe. "Havelberg war der komplizierteste Standort", berichtet Manfred Rademacher von Platz für den Gärtnermarkt, Schallschutz für das Krankenhaus, Backstagebereich für die Künstler und Sicherheitswegen für die Feuerwehr, die es zu berücksichtigen galt. Die acht mal sechs Meter große Bühne wird ein Zelt-/Stahlkonstrukt mit einem großen überspanntem Dach. Ein Teil der Besucher wird unterm Dach sitzen können. Die Bühne wird linkerhand des Haupteinganges des Domes zwischen Dom und Krankenhaus aufgestellt. Die Zuschauerplätze befinden sich in Richtung Domplatz.

Premiere feiert die Bühne zur Eröffnungsfeier der Buga in Havelberg am Sonntag, 19. April. Wie berichtet, findet die große Eröffnungsfeier am Sonnabend in Brandenburg statt. Am nächsten Tag gibt es dann an den anderen vier Standorten kleinere Feiern von jeweils einer Stunde. Von 10 bis 11 Uhr treten die Nobody Knows, das Sax`n Anhalt Orchester sowie die Havelberger Liedertafel und die Tanzgruppe Arabeske auf. Als Redner stehen bereits Bürgermeister Bernd Poloski und Rainer Berger, Ausstellungsbevollmächtigter der Deutschen Bundesgartenschau Gesellschaft, fest.

Aufgrund fehlender großer Bühnen oder Stadien wie es sie bei anderen Gartenschauen gibt, ist es nicht einfach, alle zu einem solchen Ereignis Einzuladenden bei dieser Regionen-Buga zu berücksichtigen. Manfred Rademacher sprach von bis zu 3000 geladenen Gästen bei bisherigen Gartenschauen. In Brandenburg ist zur offiziellen Feier Platz für 800 Gäste. Um einem großen Teil der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, die Eröffnung zu feiern, wurde auch die Lösung mit der Voreröffnung am 17. April in Brandenburg gewählt.

Bei der Programmerstellung verließ der Zweckverband seine ursprüngliche Idee, an den Wochenenden keine Parallelveranstaltungen an den fünf Standorten anzubieten. "Wir konzentrieren unsere Arbeit auf die Wochenenden, denn das sind die besucherstärksten Tage. Da wollen wir dann keine Bühne leer lassen. Wir haben dafür aber auch viele Angebote von Künstlern, Vereinen und Gruppen", berichtete Manfred Rademacher weiter.

"Nehmen weitere Veranstaltungen in unseren Kalender mit auf."

"Auch der Dom in Havelberg ist eine Spielstätte mit einer Vielzahl von Veranstaltungen. Für diese vom Kantor organisierten Konzerte wird extra Eintritt erhoben", erklärte er.

Darüber hinaus gibt es eine breite Angebotspalette an Kunst und Kultur, die in den Kommunen vorbereitet werden. "Wir nehmen sie gern in unseren Veranstaltungskalender mit auf und veröffentlichen sie. Wer Interesse hat, kann sich an den Zweckverband wenden."

Weitere größere Veranstaltungen sind am 25./26. April der 4. Havelberger Töpfermarkt sowie "Havelklang Natur" vom 1. bis 3. Mai mit den Original Havelländern, den AltMarkSängern, der Plattdeutschen Singegruppe Havelberg, TanzFein, Nina Omilian und dem Duo Thomasius. Swing, Rock`n`Roll Twist, Ufa-Klassiker und Kultschlager aus den 60er bis 80er Jahren stehen am 16. und 17. Mai bei der "Musik im Wandel der Zeit" im Programm. Erwartet werden die Firebirds aus Leipzig, das Orchester Franz`L aus Weimar, Die Kusinen aus Berlin und das Theater der Altmark.

Das Domfest findet nicht in der klassischen Form statt, sondern als Buga-Domfest. Gaukler, Spielleute und Handwerkskunst werden am 20. und 21. Juni präsentiert. Mitwirkende sind die Havelspatzen, Arabeske, Märchenerzählerin Tina SonnenHerz, Pipentid, Nobody Knows und Wirbeley. Ein Kleinkunstfest mit den Aristokraten, dem Jonglierenden Gärtner "Emil Zwiebel" und Liedermacher Edgar Kraul steigt am 25. und 26. Juli. Das Blasmusikfest zum Bootskorso liegt dieses Mal in der Regie des Zweckverbandes. Das Saxophonquartett Meier`s Clan, das Jugendjazzorchester Sachsen-Anhalt, die Stendaler Stadtmusikanten und "Men in Blech" sind für den 29. und 30. August geplant.

Wie berichtet, wird bei der MDR Sommertour am 4. Juli Matthias Reim auf dem Parkplatz in der Elbstraße auftreten. Das Konzert unterstützt der Zweckverband finanziell. Die Abschlussveranstaltung zur Buga findet am 11. Oktober in Havelberg statt. Das Programm dafür ist noch nicht im Detail geplant. Voraussichtlich wird auch dieses Fest aus Kapazitätsgründen in der Elbstraße stattfinden.

Wichtig zu wissen: Alle Veranstaltungen der Buga können mit den Eintrittskarten besucht werden.