Zu den insgesamt über 400 Maßnahmen zum Wiederaufbau nach der Flut gehören im Elbe-Havel-Land auch drei Sportstätten.

Elbe-Havel-Land l Während sämtliche kommunale Maßnahmen vom Landesverwaltungsamt in Magdeburg zu genehmigen sind, ist die auch für private Grundstücksbesitzer zuständige Investitionsbank (IB) für die Sportstättenförderung verantwortlich.

Für die Wiederherstellung der drei Anlagen werden 2,6 Millionen Euro aus den Hochwasser-Aufbauhilfefonds zur Verfügung gestellt.

Es handelt sich um den Neubau der Turnhalle in Schönhausen, die Wiederherstellung der Sporthalle in Kamern und den Schießstand bei Kabelitz.

Wie bereits berichtet, macht der Neubau den Löwenanteil aus. Knapp 2,5 Millionen Euro sind bewilligt worden. Bauamtsleiter Ulf Wabbel erklärt dazu: "Die Antragstellung für den Neubau erfolgte in gemeinsamer und konstruktiver Zusammenarbeit mit den Entscheidungsträgern der Investitionsbank Sachsen-Anhalt und dem Planungsbüro. Mit der Zusage hat die Gemeinde Schönhausen nun die Möglichkeit, an einem nachhaltigen und zukunftsorientierenden Standort eine moderne Sportstätte zu schaffen." Die Volksstimme hatte nach der Ratssitzung berichtet, dass es auch eine Tribüne geben wird. Dazu Ulf Wabbel: "Die Vorentwürfe, Planungsansätze und Kostengegenüberstellungen beinhalten entsprechend der Richtlinie zur Hochwasserschadensbeseitigung keine Zuschauertribüne, da auch die alte Sporthalle keine hatte." Insgesamt seien somit in die Entscheidung und Abwägung zum Zuwendungsbescheid alle relevanten kommunalen und wirtschaftlichen Faktoren zur Errichtung und Unterhaltung einer modernen Sporthalle eingeflossen. "Der gegenseitige Austausch von Argumenten und Stellungnahmen mit dem Zuwendungsgeber war dabei sehr hilfreich und ergebnisorientiert, wofür wir uns bei allen Mitverantwortlichen bedanken." Das Ziel des Bauamtes ist es nun, mit dem Planer den Bauantrag einzureichen und den Bau in den kommenden Jahren umzusetzen.

Nachfolgeantrag für den Kamernschen Sportplatz

Nicht ganz so aufwendig und schneller zu realisieren war die Herrichtung der Sporthalle in Kamern. Hier waren während der Katastrophe die Einsatzkräfte untergebracht. Dadurch war der Sportboden durch mechanische Einflüsse (Betten, Schuhe...) stark in Mitleidenschaft gezogen und beschädigt worden. Es entstanden Schäden am Parkett, der Versiegelung des Parkettbodens sowie an den Spielfeldmarkierungen. Im Dezember 2013 hatte das Verwaltungsamt den Antrag bei der IB eingereicht - der positive Bescheid ist im März erteilt worden. Knapp 22000 Euro standen für die Schadensbeseitigung, die inzwischen erfolgt ist, zur Verfügung. Und es wird noch ein Nachfolgeantrag für die Wiederherstellung der Sportplatzanlage gestellt.

Vorbereitung für Sanierung des Schießstandes

Für die Wiederherstellung des Vereinsgebäudes sowie der Schießanlagen des Kabelitzer Schützenvereins gewährt die IB einen Zuschuss in Höhe von 105378 Euro - die Genehmigung liegt seit Oktober letzten Jahres vor. Die Verbandsgemeinde ist jetzt dabei, alle Vorbereitungen für die Wiederherstellung zu treffen.

Das Flutwasser aus Fischbeck hat Vereinsheim, Schießbahnen und Bürocontainer stark beschädigt. Die baulichen Anlagen, die sich zwischen Kabelitz und Fischbeck befinden, können saniert werden, für den Bürocontainer und den Rasentraktor ist die Ersatzbeschaffung genehmigt.

Ebenfalls erneuert werden müssen die Ausrüstung des Schießstandes mit Keilerbahn und Duellanlage. Die zwei Luftdruckpistolen sind bereits ersetzt. "Die Gemeinde beantragte auch noch die im Erstantrag fehlenden Planungskosten in Höhe von rund 11840 Euro. Diese wurden im November bewilligt", informiert Michaela Möllhof, Pressesprecherin der Investitionsbank.