An ihrem Ortseingang von Kuhlhausen aus kommend haben die Jederitzer noch einiges vor. Die Freifläche am Trübengraben soll Einheimische und Gäste zum Verweilen einladen. Für den 28. März ist ein weiterer Arbeitseinsatz geplant.

Jederitz l Noch liegen diverse Boote im Hafen an Land, doch ihre Winterpause ist bald vorbei und künftig sollen sie geordnet am Ufer überwintern. Das ist nur ein Ansinnen, das Ortsbürgermeister Lothar Pietzschmann hat. Denn die Fläche am Ortseingang, die schon jetzt gern für eine Rast genutzt wird, soll hübsch gestaltet werden. Auf der Sitzung des Ortschaftsrates bildete das Areal einen Schwerpunkt. Der Arbeitseinsatz soll vorbereitet werden, schließlich soll zum Beginn der Bundesgartenschau alles fertig sein.

Kette soll Weg zum Hafen versperren

Ein alter Kahn soll im Mittelpunkt stehen. Er wird bepflanzt. Gestrichen ist er bereits. Zur vorhandenen überdachten Sitzgelegenheit sollen weitere Bänke kommen. Ein Fahrradständer konnte gekauft werden. Das Geld stammt aus Spenden, die Bürger für das Holz von gefällten Bäumen gaben. Der Weg, der auch gern von Anglern genutzt wird, soll von der Straße her durch eine an Metallpfählen angebrachte Kette abgesperrt werden. Ein Schild soll darauf hinweisen, dass die Durchfahrt nur für Forst, Landwirtschaft und Fischerei erlaubt ist. Wohnmobile sollen dort künftig nichts mehr zu suchen haben. Und auch keine anderen Fahrzeuge. Die neue Rasenfläche wurde schon überfahren.

Ratsmitglied Volker Kunz regte an, einen Bootsanleger anzuschaffen, der sich dem Wasserstand anpasst. Keine schlechte Idee, fanden die Ortschaftsräte, doch fehlt es dafür an den notwendigen Geldern.

Der Arbeitseinsatz soll am Sonnabend, 28. März, um 10 Uhr beginnen. Für Verpflegung wird wieder gesorgt. Der Orts- und Kulturverein stellt die Finanzen dafür bereit. An dem Tag sollen auch Wege gekehrt und Baumscheiben mit Rindenmulch aufgefüllt werden.

Nicht alles wird beim Arbeitseinsatz zu schaffen sein. Deshalb hat der Ortschaftsrat in Absprache mit dem Ordnungsamt Maßnahmen aufgeschrieben, die bis zur Buga durch den Bauhof der Stadt erledigt werden sollen. Der Weg zum Sandberg soll mit einem Wegehobel wieder befahrbar gemacht werden. Die jungen Eichen müssen beschnitten werden, weil die Äste den Weg versperren. Die bisher immer verwilderte Böschung zwischen Fahrradweg und Straße von der Mühle bis zum Ortseingang soll gemäht werden.

Einen zusätzlichen Tagesordnungspunkt hatte Lothar Pietzschmann beantragt: Seit dem Neubau der Dorfstraße fahren viele Fahrzeuge deutlich zu schnell durch den Ort. Vor allem aus Richtung Kuhlhausen würden Fahrzeuge mit Tempo 80 und mehr anrauschen.

Verkehrsberuhigung für die Dorfstraße

"Gebremst wird erst an der Feuerwehr", beschrieb der Ortsbürgermeister seine Beobachtungen. Da er am Ortseingang wohnt, lässt er seinen Pkw auf der Straße stehen, damit die Autos vorher abbremsen. "Welche Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung haben wir?" Volker Kunz berichtete von Gesprächen mit Polizisten und seine Bitten, mobile Blitzer aufzustellen. Man könne in Jederitz nicht blitzen und es würde sich nicht lohnen, sei ihm geantwortet worden.

Schilder zur Geschwindigkeitsbegrenzung müssten beim Straßenbauamt als zuständige Behörde für die Landesstraße beantragt werden, informierte Elke Kulter aus der Stadtverwaltung. Kuhlhausen kämpft seit Fertigstellung der neuen Ortsdurchfahrt ebenso gegen dieses Problem. Demnächst wird es dort eine Ortsbegehung mit Vertretern vom Straßenbauamt und dem Ordnungsamt geben. Das Treffen könnte mit einem Termin in Jederitz verbunden werden, schlug der Ortsbürgermeister vor. Er will das Problem zudem beim Bürgermeistertreffen am heutigen Dienstag ansprechen.