Schon länger plant die Gemeinde die Modernisierung der Küche, die sich in der Wuster Schule befindet. Nun sind die Finanzen geklärt - es kann losgehen.

Wust l Die Gemeinde hat das Geld im Haushalt eingeplant, die Fördermittel sind genehmigt. Eigentlich sollte die Küche schon 2014 dem heutigen Standard angepasst werden. Doch die Ausschreibung ergab, dass das geplante Geld nicht reicht. Also musste die Gemeinde nun nachlegen. Zu den 146000 Euro, die das Projekt insgesamt kostet (75000 Euro gibt es als Förderung), kommen noch einmal rund 28000 Euro zu. Diese Summe stellt die Gemeinde in den Haushalt für 2015 ein.

"Es besteht Aussicht, dass auch diese Summe anteilmäßig gefördert wird", erklärte Bauamtsleiter Ulf Wabbel am Dienstag im Gemeinderat, der sich im Kabelitzer Dorfgemeinschaftshaus zusammengefunden hatte. Stefan Mertens meldete Bedenken an: Es werde jetzt so viel Geld investiert und in voraussichtlich zwei Jahren schließt die Schule. "Für wen wird dann noch gekocht?" Bürgermeister Bodo Ladwig steht voll hinter der Investition. "Auch die Kindergartenkinder und etliche ältere Bewohner von Wust bekommen ihr Mittagessen aus der Küche. Und in Zukunft erschließen sich vielleicht noch andere Abnehmer - das Konzept ist so ausgelegt."

Mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung wurde der Beschluss mit großer Mehrheit gefasst. Das Bauamt der Verbandsgemeinde kann das Projekt nun umgehend ausschreiben. Wenn alles optimal läuft, ist die Küche bis zur Sommerschule soweit fertig, dass Dozenten und Teilnehmer bekocht werden können.

Unzufrieden mit Essen

Seit Herbst bleibt die Küche in der Schule kalt. Als Übergangslösung wird das Essen für Kindergarten und Schule aus der Schönhauser Behindertenwerkstatt herangefahren. Damit allerdings sind die Eltern wenig zufrieden. Eine Wuster Mutti machte das am Dienstagabend deutlich. Die Qualität des Essens entspräche nicht den Vorstellungen von kindgerechtem Essen, weshalb die Gemeinde zu Jahresbeginn auch den Anbieter wechseln wollte. "Es gab ein Gespräch in Schönhausen. Seit kurzem gibt es einen neuen Koch und das Essen soll sich gebessert haben", entgegnete Bodo Ladwig. Man wolle jetzt noch abwarten und den bis 30. April laufenden Vertrag mit der Werkstatt notfalls kündigen und sich für die letzten Monate bis zur Wiederinbetriebnahme der eigenen Küche einen anderen Anbieter suchen.