Mit dem Neubau der Sandauer Brücke in Havelberg verschwand nach gut 100 Jahren ein Stück Geschichte aus der Stadt. Ein Teil des prägenden Stahlbaus wurde als Denkmal an der Südseite des Neubaus aufgebaut. Jetzt erhielt es eine Sitzfläche.

Havelberg l Das alte Brückendenkmal vor dem historischen Brückenhaus an der Sandauer Brücke in Havelberg nimmt immer mehr Gestalt an. Der Havelberger Heimatverein hat sich dem Zeitzeugen angenommen. Jetzt wurden auf dem Sockel des Denkmals Sitzflächen aufgebracht. "Die Tischlerei von Ernst Andersch aus Schönfeld hat uns die Sitzflächen und die Montage dazu, die von Denis Motskus fachgerecht ausgeführt wird, gesponsert. Dafür herzlichen Dank. Und ein weiteres Dankeschön wollen wir der Familie Haut, die im Brückenhaus wohnt, sagen, denn sie hat die Elektrizität für die Arbeiten zur Verfügung gestellt", sagt der Vorsitzende des Havelberger Heimatvereins Hans-Jürgen Nisch.

Angedacht ist es, dass der Bauhof noch einen kleinen Fahrradständer und einen Papierkorb am Denkmal aufstellt. Radfahrer machen dort oft Rast. Da sich nicht jeder unter dem Stahlteil etwas vorstellen kann und zur Bundesgartenschau viele Besucher am Denkmal vorübergehen, wird demnächst auch noch eine Gedenktafel angebracht, auf der die Geschichte der alten Sandauer Brücke beschrieben wird. "Die Tafel ist ja soweit fertig und wird abschließend nur noch eingerahmt. Auch diese Arbeit übernimmt die Tischlerei Andersch", freut sich der Vorsitzende.

"Die neuen Sitzflächen sind für Touristen, Radfahrer und jeden, der sich etwas ausruhen will, gedacht. Dabei kann man den herrlichen Blick auf die Altstadtinsel genießen", schwärmt die Kassenchefin des Heimatvereins Waltraud Gennermann.