Die Bundesgartenschau wird vor allem auch an touristische Anbieter große Anforderungen stellen. Zehntausende Besucher werden erwartet. Sie wollen nicht nur bewirtet werden, sondern zum Teil auch hier übernachten. Auch spontane Übernachtungsgäste sollen eine Chance bekommen.

Havelberg l Die Internationale Tourismusbörse in Berlin, bei der Havelbergs Bürgermeister Bernd Poloski bei der Pressekonferenz des Landes Sachsen-Anhalt mit im Podium gesessen hatte, war noch einmal eine gute Möglichkeit, für die Bundesgartenschau in der Havelregion zu werben. "Das Interesse ist sehr groß", hat das Stadtoberhaupt auch dort feststellen können.

Er nutzte seine Teilnahme an der Tourismusbörse unter anderem auch für intensive Gespräche mit der Investitions- und Marketinggesellschaft (IMG) Sachsen-Anhalt und dem Tourismusverband Altmark. Dabei ging es um ein stets aktualisiertes Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten in Havelberg und Umgebung zur Zeit der Buga. Die IMG hält zwar im Internet das Landesportal vor, auf dem Tourismusanbieter ihre freien Betten anbieten können. Doch nutzen das nur wenige aus der Region.

Zur Buga soll es deshalb eine Plattform geben, die dennoch einen Überblick gibt, wo noch Kapazitäten frei sind. "Wir wollen alle Angebote, die wir haben, egal, ob sie im Internet buchbar sind oder nicht, auf einer überschaubaren Plattform präsentieren", erklärt Bernd Poloski im Gespräch mit der Volksstimme.

Info-Veranstaltung für Gästeführer geplant

Das aktuelle Info-Blatt mit dem Gastgeberverzeichnis der Hansestadt ist bereits auf der Internetseite der Stadt unter der Rubrik Tourismus zu finden. Es soll zudem auf der Internetpräsentation der IMG platziert werden. Das ist kostenlos. Auch wenn Urlauber dann nicht direkt über das IMG-Portal ihre Übernachtung buchen können, so haben sie aber zumindest einen Überblick über die Angebote.

Außerdem soll eine Form gefunden werden, wie der Datenaustausch zwischen Touristinformation und Bettenanbietern täglich auf aktuellstem Stand gehalten werden kann. Die Stadt kann nicht Vertragspartner für das Buchen einer Übernachtung sein. Empfehlungen könnte sie aber an die Urlauber weitergeben.

Auch für jene, die sich zum Beispiel als Radtouristen möglicherweise spontan entscheiden, ein, zwei Tage länger in Havelberg zu bleiben. "Wir wollen versuchen, die Touristinfo zur Buga abends bis 19 Uhr zu öffnen. Wenn wir einen Modus für den Datenaustausch finden, könnten die Mitarbeiter noch in den späten Nachmittagsstunden Gäste darüber informieren, wo noch welche Kapazitäten zur Verfügung stehen."

So, wie es am Dienstag, 17. März, um 19 Uhr nochmals im Rathaus eine Informationsveranstaltung für alle interessierten Gewerbetreibenden zur Buga geben wird, ist auch ein Treffen für Bettenanbieter angedacht.

Zudem soll es in Zusammenarbeit mit der IMG und dem Tourismusverband Altmark eine Veranstaltung für alle Gästeführer geben, in der auf Schwerpunkte zu Erwartungen der Touristen und Erfahrungen speziell bei Bundes- und Landesgartenschauen eingegangen wird, kündigte der Bürgermeister an.