Wust (asr) l Kurz vor Weihnachten mussten Jana und Daniel Schulze in Wust zusehen, wie der Abrissbagger ihr Zuhause zu Schutt machte - jetzt feierten sie Richtfest.

Dass es so schnell geht, hätte das Ehepaar nicht zu hoffen gewagt. Doch die mäßigen Temperaturen im Januar und Februar machten es möglich, dass der Neubau gleich nach dem Abriss des alten Hauses beginnen und zügig vorangehen konnte.

Abreißen mussten Schulzes ihr Haus, in dem auch noch Platz für eine Mietwohnung war, wegen eines Flutschadens. Der Keller war im Juni 2013 voll Wasser gelaufen. Das brachte die Statik aus den Fugen. Gemerkt hat das das Ehepaar, das zwei erwachsene Söhne hat, an nach und nach mehr werdenden Rissen sowie Fenstern und Türen, die sich nicht mehr richtig schließen ließen. Ein Statiker bestätigte die Vermutung. Im September sind Schulzes in eine Wohnung in Großwulkow gezogen.

Inzwischen zählen sie die Wochen, bis sie zurück nach Hause können. Auf dem Grundstück in der Breiten Straße entsteht ein großer Bungalow - im vorderen Bereich können die Mieter einziehen, hinten entsteht das neue Heim von Schulzes. "Jetzt kann man schon richtig was sehen", ist Jana Schulze voller Vorfreude. Gedanklich richtet sie die neuen Zimmer schon ein. Vorsichtig schätzen sie und ihr Mann, vielleicht schon im Juli einziehen zu können. "Selbst wenn dann noch nicht alles ganz fertig ist - wir bleiben keinen Tag länger weg als nötig."

Auch wenn die Freude zum Richtfest am Freitag groß war, so haben Schulzes doch auch Sorgen. Denn die Finanzierung über die Investitionsbank ist längst nicht geklärt. "Und langsam läuft uns die Zeit davon, weil die Fristen ja nur noch bis Ende Juni reichen." Deshalb gehen Schulzes auch davon aus, dass sie einen Teil der Arbeiten allein ausführen müssen. "Wir haben zum Glück einen großen Freundeskreis."

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