Ein dickes Dankeschön haben sich die Mitarbeiter der Firma verdient, die den neuen Spielplatz an der Havelberger Landzunge gebaut haben. Kinder aus den Kitas sangen ihnen ein Lied.

Havelberg l Der historische Spielplatz an der Landzunge der Havelberger Stadtinsel wurde in der vergangenen Woche fertiggestellt. Bevor die Spielplatzbauer aus dem brandenburgischen Niedergörsdorf die Hansestadt verließen, bedankten sich die Kinder aus beiden Kitas bei den Bauarbeitern. Am Havelvorland entstand dieser historische Spielplatz in Form eines Slawendorfes. Passend zur historischen Altstadtinsel wird am Fuße des Doms ein Kindertraum wahr. Denn schon seit vielen Jahren bestand der Wunsch, den dort in die Jahre gekommenen Spielplatz zu erneuern. Zur Bundesgartenschau wird der Wunsch nun erfüllt. Stadt- und Elternbeirat, das Jugendzentrum und die Kindergärten der Stadt hatten Vorschläge zur Spielplatzart eingereicht und sich dann auf das Slawendorf geeinigt.

Überwiegend aus stabilen Holzstämmen und starken Seilen wurde das Slawendorf gebaut. Eine dreiteilige Schaukelanlage und ein großes Piratenschiff wurden aufgebaut und es folgten noch zahlreiche andere Spielelemente. Hinzu kamen Rutschen, Kletter- und Balancieranlagen, eine Vogelnestschaukel sowie kleine Holzhäuser zum Ausruhen nach dem Toben.

Da zu einem Slawendorf auch Tiere gehören, gibt es davon einige auf dem Spielplatz. Kühe, Schafe und Gänse, alle aus stabilem Holz, laden zum Spielen ein. Komplettiert wurde das Slawendorf mit einem Brunnen, aus dem Sand geschöpft werden kann, einer Feuerstelle und Klettergerüsten. Drei weitere aus Holz gebaute Treppen und eine Rutsche führen den Hang hinunter zur Landzunge. Das gesamte Umfeld wurde ansehnlich gestaltet und Rasen eingesät. Eine Umzäunung schützt die große Spielanlage.

Die Kinder der Abc-Gruppe aus dem Havelberger "Zwergenland", sie hatten die Idee mit dem Slawendorf, bedankten sich beim Teamleiter des Holzunternehmens Markus Bollinger-Röttig und seinem Kollegen Florian Bodolsky. Die Kinder durften auch schon eine Runde auf dem Schwungrad drehen und hatten dabei viel Spaß, denn sie landeten alle im Sand. Am letzten Tag auf der Baustelle besuchte die Igelgruppe aus dem "Regenbogen" die Holzgestalter und überraschte sie mit einem eigens umgedichteten Lied nach der Melodie "Wer will fleißige Handwerker sehen". Auch sie konnten schon kurz, unter Aufsicht der Bauleute und Erzieher, auf dem Wackelbrett toben und durften die Folien von den Tieren entfernen. "Auf diesem Spielplatz, der idyllisch zwischen der Havel und dem Stadtgraben gelegen ist, werden die Kinder nicht nur zur Buga viel Spaß haben, sondern auch weit danach", so Markus Bollinger-Röttig.

An den 200.000 Euro Kosten für das Slawendorf beteiligt sich Havelbergs Partnerstadt Verden mit 50.000 Euro. Am nächsten Dienstag erfolgt die Sicherheitsabnahme für den Spielplatz. Die Eröffnung ist zum Buga-Start geplant.