Havelberg war am gestrigen Donnerstag Gastgeber für das letzte Pressefrühstück vor dem Start der Bundesgartenschau am 18. April. Etliche Medienvertreter von Print, Funk und Fernsehen informierten sich im Rathaussaal über den aktuellen Stand der Vorbereitungen.

Havelberg l Vieles ist vorbereitet in den fünf Standorten der ersten überregionalen Bundesgartenschau und läuft nach Plan. In Havelberg erfolgen an der Flethe noch der Bau der temporären Brücke über den Nußberg und der Einbau der Rampe, die für den barrierefreien Übergang vom Prälatenweg zum Domplatz erforderlich ist. Beides wird rechtzeitig fertig, versicherte der Geschäftsführer des Buga-Zweckverbandes Erhard Skupch. Die Brücke soll bis zum 10. April stehen.

Auf dem alten Domfriedhof hat eine Steinmetzfirma damit begonnen, den Einbau der 70 Grabsteine vorzubereiten. Am 10. April beginnen die Friedhofsgärtner, ihre Mustergräber zu bepflanzen. In der Stadtkirche, wo derzeit verschiedene Vorarbeiten laufen, wird nach Ostern mit den Installationen für die Blumenhallenschauen begonnen. Licht- und Bewässerungssysteme werden eingebracht, die Gärtner und Floristen getaktet, Blumenlieferungen geordert. Die erste Schau in Havelberg steht vom 18. bis 26. April unter dem Motto "Frühlingsduft und Knospenknall" und zeigt Azaleen, Orchideen, Tulpen und Narzissen.

Einweihung am 22. April

Mit Spannung verfolgt wird das Baugeschehen am "Haus der Flüsse", das vom Biosphärenreservat Mittelelbe als Informationszentrum errichtet wird. Der Zeitplan ist von Anfang an eng gestrickt. Dennoch sollen die ersten Besucher am 18. April die multimedialen Ausstellungen anschauen können. Die offizielle Eröffnung ist für den 22. April um 15 Uhr im Beisein des Landwirtschaftsministers geplant.

Derzeit wird an allen Standorten die touristische Wegeinfrastruktur hergestellt. Dazu gehört neben dem externen Verkehrsleitsystem an Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen auch ein internes Leitsystem in den Buga-Parks. Informationstafeln weisen auf gärtnerische Themen, Spielplätze, Kunstprojekte und Ausstellungen, aber auch auf Serviceeinrichtungen, Gastronomie und Toiletten hin. Die Buga-Fahrradrouten werden ausgeschildert. Seit Montag erfolgt die Frühjahrsbepflanzung an allen Standorten. Nachdem 500000 Blumenzwiebeln im Herbst gesteckt worden sind, folgen jetzt 200000 Frühblüher, 60000 Stauden und Gräser sowie 5000 Gehölze. Die letzten Arbeiten laufen bis zur Eröffnung der Buga, wenn der absolute Feinschliff erfolgt.

Berichtet wurde, dass sich das Buga-Team personell verstärkt. Zum Kernteam gehören 55 Mitarbeiter. Dazu kommen ab 18. April rund 120 Buga-Gästeführer. Die Prüfungen erfolgen in den nächsten Tagen. Die Übergabe der Zertifikate ist für den 8. April in Premnitz vorgesehen. 90 Sicherheitskräfte werden im Einsatz sein, unter anderem bei Einlasskontrollen. 200 Servicearbeiter sind geplant und 60 Kassenkräfte.

Das Pressefrühstück gestern, zu dem Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann und Havelbergs Bürgermeister Bernd Poloski die Medienvertreter willkommen hießen, wurde auch genutzt, um Kooperationspartner der Buga aus Sachsen-Anhalt vorzustellen. Für die Investitions- und Marketinggesellschaft IMG Sachsen-Anhalt berichtete Carlhans Uhle über die Förderung des Tourismusmarketing in Sachen Buga. Felicitas Remmert informierte über Aktivitäten des Gartenträume-Vereins Sachsen-Anhalt (mehr dazu folgt).

Unterstützung von Festen

Eine originelle Idee hatte die Geschäftsführerin von Lotto-Toto Sachsen-Anhalt Maren Sieb bei der Übergabe von 149000 Euro Fördergeld für drei Projekte in Havelberg. Die Summe war mit Blüten auf grünen Blättern dargestellt. Mit 75000 Euro werden die Blumen- und Pflanzenausstellungen unter anderem in der Stadtkirche unterstützt. 42000 Euro sind für gärtnerische Themengärten im Dombereich gedacht, wo im Dechaneigarten Heil- und Kräuterpflanzen wachsen und im Päoniengarten Pfingstrosen. Mit 32000 Euro unterstützt Lotto Kulturveranstaltungen wie das Chorfest, das Buga-Domfest und das Bläsermusik-Festival.

 

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