Viele Gewerbetreibende sind der Einladung des Bürgermeisters zur Infoveranstaltung in Sachen Buga gefolgt. Parkregelungen, Gaststättenangebote, einheitliche Öffnungszeiten und die Möglichkeit, an vier Sonntagen zum Einkaufsbummel einzuladen, waren unter anderem Thema.

Havelberg l "Wir werden nichts sperren, wenn es nicht unbedingt erforderlich ist", sprach Bürgermeister Bernd Poloski ein Thema an, das immer wieder diskutiert wird. Weder auf der gesamten Stadtinsel herrscht Parkverbot noch werden alle Parkplätze geschlossen. Lediglich der Bereich Kirchstraße bis hin zum Rathaus, der Kirchplatz und der Markt werden zur Fußgängerzone. Temporär kann es zu weiteren Einschränkungen kommen. Gebeten werden Händler und Gastronomen auf der Stadtinsel, ihre Geschäfte bis 9 Uhr beliefern zu lassen. Sollte dies nicht möglich sein, wäre es gut, wenn die Stadtverwaltung informiert wird.

Einheitliche Ladenöffnung

Zur gastronomischen Versorgung sagte der Bürgermeister, dass sich die Stadt ganz bewusst dazu entschieden hat, vorrangig auf die heimische Gastronomie zu setzen. Lediglich auf dem Parkplatz in der Elbstraße steht ein großes Zelt, das durch einen Caterer betrieben wird, und im eintrittspflichtigen Domareal gibt es kleinere Versorger. Die Buga-Besucher sind aufgrund der Struktur gezwungen, die Stadtinsel zu erleben. "Ich wünsche mir und hoffe, dass wir mit der heimischen Gastronomie den Besucheransturm bewältigen können. Dabei sollte es aber nicht um Masse, sondern um Klasse gehen." Der Bürgermeister ging auch auf erforderliche Ruhetage ein. Hier sollten sich die Gastronomen absprechen und vielleicht auch mit einem freundlichen Spruch wie, "wir legen heute unsere Beine hoch, damit wir morgen wieder für Sie laufen können" und einem Hinweis auf die nächste Gastronomie die Gäste informieren. Es sei Vorteil und Herausforderung zugleich, dass sich die gesamte Stadt den Gästen präsentieren kann. Er sei allen dankbar, die zur Verschönerung der Stadt beitragen und selbst die Initiative ergreifen. Die Stadt, ganz konkret der Bauhof, hat nur eine begrenzte Kapazität und ist in den 177 Buga-Tagen inklusive mancher Großveranstaltungen noch stärker gefordert. Und auch im Vorfeld könnten Vereine, Parteien und andere Gruppen die Initiative ergreifen und zu Arbeitseinsätzen aufrufen.

Pflanzungen beginnen

Die Pflanzungen innerhalb des Grünkorridor-Projektes erfolgen ab nächster Woche, antwortete Kämmerin Petra Jonschkowski auf die Frage von André Peter. Bei jedem, der einen Pflegevertrag unterschrieben hat. Petra Jonschkowski informierte in dem Zusammenhang, dass von der Sandauer Brücke bis zur Kapelle Blumenkästen an 30 Laternen angebracht werden, zu den zerfallenen Häusern rückseitig der Langen Straße wird es in der Uferstraße eine Sichtblende geben. Außerdem werden Blumenkübel aufgestellt und Blumenkästen angebracht.

Das seit vielen Jahren angesprochene Thema der einheitlichen Öffnungszeiten spielte auch an dem Abend eine Rolle. Der Bürgermeister wiederholte seine Bitte, dass sich die Händler dazu verständigen mögen. Montags bis sonnabends können Geschäfte bis 20 Uhr öffnen, und viermal im Jahr an einem Sonntag, sagte er auf Nachfrage. Er regte an, darüber nachzudenken, vier besucherstarke Sonntage während der Buga-Zeit dafür auszuwählen. Dann würde nicht nur der täglich auf dem Markt geöffnete Regionalmarkt für Belebung auf der Stadtinsel sorgen. Der Phantasie im Bestreben darum, besucherfreundlich zu sein, seien zudem keine Grenzen gesetzt. Gäste mit einer Blume zu begrüßen, eine Buga-Tombola zu organisieren, nannte er als Beispiele. "Die große Herausforderung für uns alle ist, jeden Tag gastfreundlich zu sein: Darin sehe ich die große Nachhaltigkeit, und die bekommen wir sogar ohne Geld. Das sollte uns allen bewusst sein."