Die Volksstimme hat eine kleine Umfrage zum Thema Frühling gestartet. Josefin Keding aus Bendelin absolviert derzeit ihr zweiwöchiges Schülerpraktikum in der Redaktion und hatte ihren ganz besonderen Start in den Frühling. Ihre Interviewpartner fragte sie zum Beispiel, worauf sie sich freuen und wie sie sich auf diese Jahreszeit vorbereitet haben?

Havelberg l Birgitt Marschner aus Kyritz freut sich auf das warme Wetter, auf die Sonne und dass die Blumen wieder zu blühen anfangen. Sie hat schon die dicken Jacken weggepackt und die dünnen Jacken rausgeholt. Zu Hause hat sie bereits Ostereier an ihren schon etwas blühenden Sträuchern aufgehängt. Bei kalten Frühlingstagen hofft sie, dass diese schnell vorüber gehen.

Karina Boensch aus Havelberg freut sich auf die grüne Landschaft, auf den Start der Buga und auf das Softeis im BilderbuchCafé. Vorbereitet hat sie sich, indem sie Frühjahrsputz machte und immer warme Gedanken hatte. "An kalten Frühlingstagen scheint bei mir die Sonne im Kopf." Im Frühling hat sie eine Begrüßung im alten Wasserwerk geplant.

Erika Herms aus Havelberg freut sich auf die Blumen, auf das Grüne der Landschaft und die Sonne. Sie hat den Garten ihrer Gaststätte an der Domtreppe sauber gemacht und Blumen dafür gekauft. Ist es kühler und nicht so schön, geht sie trotzdem raus in den Garten. "Frische Luft tut immer gut."

Schwarze Füße und eine Überraschung

Als ich am Dienstagnachmittag nach meinem zweiten Praktikumstag in der Redaktion der Havelberger Volksstimme mit dem Bus nach Glöwen gefahren bin, holte mich dort meine Familie ab, die zu Fuß die rund sechs Kilometer von Bendelin nach Glöwen gelaufen war. Wir machten uns dann auf den Rückweg. Nach der Hälfte der Strecke machte meine Mama einen Vorschlag: "Wer barfuß nach Hause läuft, bekommt eine Überraschung." Da dachte ich mir: "Okay, ich mach` das." Und ich tat es auch. Ich zog Schuhe und Strümpfe aus, packte sie in den "Kuddel", mit dem mein Daddy meinen Bruder zog, und los ging`s.

Als dann kurz danach meine Schwester sich beklagte, dass sie nicht mehr laufen kann und Huckepack getragen werden wollte, schaute sie auch mich fragend an. Also trug ich sie.

Meine Mama daraufhin: "Sie darf aber nicht mit den Füßen auf den Boden aufkommen, ansonsten hast du die Wette verloren." Da hatte sie die Wette also einfach mal etwas erweitert.

Naja, also lief ich dann barfuß mit meiner Schwester auf dem Rücken nach Hause.

Wir gingen auf dem Kiesweg an der Netzower Kiesgrube entlang, dann durch den Wald. Da gibt es Dornensträucher, die sich schmerzhaft an meinen Füßen bemerkbar machten. Das merkte ich, als ich mittendrin stand. Dann ging es quer übers Feld und am Feld entlang, bis wir endlich zu Hause waren. Ich hatte schwarze Füße, die auch weh taten, und am nächsten Tag Rückenschmerzen. Aber die Wette hatte ich gewonnen. Und ich freue mich auf meine Überraschung - welche, verrate ich aber nicht.

   

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