Wenn alles klappt, kann der Heimatverein Schollene sein Museum bald wieder regulär öffnen: Die Gemeinde wird in Kürze den maroden Wasseranschluss sanieren lassen.

Schollene l "Anfang Mai soll das Wasser endlich wieder fließen", freute sich Vereinsvorsitzender Fred Bebenroth in seinem Bericht. Dann könne das Heimatmuseum, das in der Scheune neben der einstigen Brauerei-Gaststätte untergebracht ist, auch wieder regelmäßig öffnen. Denn so wie es sich derzeit präsentiert, kann man es kaum jemanden zumuten - ohne Wasser zum Kaffeekochen oder für die Toilette.

Der erste Höhepunkt im Vereinsleben des Vorjahres war der Pelosetag im Juli gewesen, jeder Gast konnte den Betrieb besichtigen, Heimatfreund Karl-Heinz Repp führte und erklärte. Eine Physiotherapeutin zeigte, wie der Heilschlamm aus dem Schollener See angewandt wird, Bürgermeister Armin Wernicke informierte zum See als Naturschutzgebiet, der Jugendklub betreute den Nachwuchs.

Für die Senioren wurde vom Verein ein Grillnachmittag organisiert, was auch in diesem Jahr wieder erfolgen soll. Bereits Anfang September begannen die Vorbereitungen für die größte Aktion, den Weihnachtsmarkt. Dieser hatte am 29. November am Schloss stattgefunden und war wieder gut besucht. Die örtliche Tagesstätte und die Grundschule aus Klietz umrahmten das Ganze musikalisch.

Zuvor, am 15. Oktober, hatte sich der Verein am großen Herbstputz im Dorf beteiligt und das Gelände am Heimatmuseum auf Vordermann gebracht. Ein Fachmann von der Buga-Gesellschaft informierte zudem über verschiedene Pflanztechniken. Die ersten Blüten der Blumen-Anpflanzungen sind jetzt bereits zu sehen.

Aktuell zählt der Verein 40 Mitglieder, zwei waren im Vorjahr leider verstorben, Neuaufnahmen gab es nicht. Die verstärkte Mitgliederwerbung ist denn auch einer der Schwerpunkte, die sich der alte und neue Vorsitzende Fred Bebenroth gestellt hat. Mit im neuen Vorstand arbeiten zudem wieder Erika Gorges als Stellvertreterin, Heidi Schünemann und Kassiererin Anja Berg. Sebastian Heinike und Jürgen Repp standen nicht mehr zur Verfügung, neu in den Vorstand gewählt wurde Klaus Kose - er erhielt ebenso wie die anderen alle Stimmen der Anwesenden. Als Kassenprüferin fungiert wieder Kirsten Poro.

"Im Buga-Jahr erhoffen wir uns viele Gäste im Heimatmuseum", blickte der Vorsitzende in die Zukunft. Damit man sich ihnen entsprechend präsentiert, wird es an beiden Vereinsobjekten - also dem Museum und der Windmühle - Arbeitseinsätze geben. Der an der Mühle wird am 11. April stattfinden, Treff ist um 9.30 Uhr - weitere Helfer sind sehr willkommen. Der Termin für das Museum wird noch mit dem Förderverein abgestimmt.

Ein Ausflug ist für dieses Jahr nicht geplant, wegen der Buga gibt es genügend Veranstaltungen ringsum. Der Mühlentag wird eine Woche vor Pfingsten stattfinden - und zwar am 16. Mai. Und auch einen Weihnachtsmarkt soll es dieses Jahr wieder geben. Eventuell im Mai wird eine Dankeschönparty für alle Helfer steigen. Im kommenden Jahr feiert der Verein ein rundes Jubiläum: Er wird 20 Jahre alt.

Ein Dach für den Göpel

Ein großes Projekt des Vereins ist die Überdachung für den alten Göpelantrieb neben der Mühle. Im Vorjahr hatte die Kreissparkasse dafür bereits 2000 Euro aus ihrem Kalendererlös gespendet. Weiteres Geld dafür soll aus der Rücklage des Heimatvereins entnommen werden. Die Neugestaltung der Ausstellungsflächen an der Mühle ist auch Inhalt eines Antrages, welcher bei der lokalen Leader-Arbeitsgruppe zwecks finanzieller Förderung eingereicht worden ist.