Als letzte Ortswehr der Einheitsgemeinde hat am Freitagabend die Ortswehr Vehlgast-Kümmernitz ihre Jahreshauptversammlung abgehalten. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt dabei war die Neuwahl der Wehrleitung.

Vehlgast-Kümmernitz l Um die beiden wichtigsten Leitungsposten in ihrer Wehr machten die Kameradinnen und Kameraden, die sich im Damerower Dorfgemeinschaftshaus versammelt hatten, kein langes Federlesen. In offener Abstimmung brachten sie einmütig zum Ausdruck, dass Ralf Kersten weiterhin das Amt des Wehrleiters bekleiden und Torsten Mintus sein Stellvertreter bleiben soll. Die beiden hatten sich bereits im Vorab bereit erklärt, ihre Ämter auch in Zukunft auszuüben. Weitere Kandidaten stellten sich nicht zur Wahl.

Zu Beginn der Zusammenkunft hatte Ralf Kersten den Jahresbericht der Wehrleitung vorgetragen. 2014 sind die Kameraden aus Vehlgast-Kümmernitz zu vier Einsätzen ausgerückt. Der größte davon war ein schwerer Verkehrsunfall mit Personenrettung bei Waldfrieden - zu dem auch die Havelberger Wehr eilte -, in einem anderen Fall galt es ein Feuer in einem Altkleidercontainer zu löschen, und zweimal mussten umgestürzte Bäume von der Straße geräumt werden.

Für ihre Alarmierung stehen den Einsatzkräften seit dem vergangenen Jahr 13 digitale Rufempfänger und die Sirene in Vehlgast zur Verfügung. "Leider ist das Problem mit der Sirene, die wir uns auf dem Dach des Gerätehauses in Damerow wünschen, noch nicht geklärt", sagte der Wehrleiter. "Bei zwei Einsätzen ist es schon vorgekommen, dass wir erst mit eingeschaltetem Martinshorn durch Damerow fahren mussten, um die Kameraden zu wecken, da noch nicht alle Kräfte mit Meldeempfängern ausgestattet sind."

Allerdings gibt es - wohl wegen der vielen Funklöcher in dieser Gegend - auch Probleme mit der modernen digitalen Technik. So waren die Vehlgast-Kümmernitzer von der Leitstelle erst vor einigen Tagen zu einem Einsatz in Kümmernitz alarmiert worden. Allerdings erreichte dieser Alarm nicht einen der Rufmeldeempfänger der Kameraden. Und auch die Sirene versagte ihre Dienste, weshalb dieses Alarmierungssystem dringend überprüft werden müsse, wie Stadtwehrleiter Ulrich Ziegler meinte. Am Freitagvormittag erfolgte eine solche Probe - bei dieser klappte alles wunderbar. "Die Einsatzbereitschaft hier vor Ort ist ganz wichtig", machte Ziegler in diesem Zusammenhang deutlich. Denn bis die Havelberger Wehr, als nächste in der Alarmierungskette, zum Beispiel zu einem Brand in Vehlgast eintreffe, würden mindestens zwanzig Minuten vergehen. (Weiteres folgt.)

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