Havelberg (ans) l Das Netzwerk "Gartenträume - Historische Parks in Sachsen-Anhalt" unterstützt die Bundesgartenschau. Beim Pressetermin in Havelberg berichtete Geschäftsführerin Felicitas Remmert über die Kooperation. Dazu gehört, dass die Buga bei allen Marketingprojekten mit vorgestellt wird. Zudem sind alle Mitglieder des Gartenträume-Netzwerkes Multiplikatoren der Buga. Bei einer Tour wurden ihnen die Standorte vorgestellt. Das Parkseminar im Herbst in Havelberg und Stölln erreichte mit 130 Teilnehmern Rekord. Zur Buga ist der Verein im "Garten der Gärten" in Brandenburg vertreten, etwa mit einem Rendezvous der Rosenköniginnen.

Geprüft werde in diesem Jahr, ob Havelberg mit in das Netzwerk aufgenommen wird. Voraussetzungen dafür sind die historische Bedeutung der Anlagen, die sehr gute Pflege und dass sie touristisch erschlossen sind. Knackpunkt ist, ob die Akteure bereit sind, diese Markensäule des Landes - weitere sind das Blaue Band, die Straße der Romanik, Luther-Dekade und Himmelswege - zu erweitern. Bisher sind es 43 Parks und Gärten, die 400 Jahre Gartenkunst repräsentieren.

"Wir sind froh, dass wir die Buga nutzen können, um unsere historischen Park- und Gartenanlagen gestalten zu können. Denn nach der Wende hatten wir erstmal andere städtebauliche Prioritäten gesetzt", sagte Bürgermeister Bernd Poloski. Er bat darum, die Aufnahme Havelbergs sehr ernsthaft zu prüfen. Nicht nur, weil sich die Zahl von 44 Mitgliedern besser merken ließe, sondern auch, weil Havelberg seit 1998 als einer der ersten "staatlich anerkannter Erholungsort" ist, im Blauen Band und der Straße der Romanik verankert ist und die gesamte Region davon profitieren würde. Kämmerin Petra Jonschkowski hofft zudem auf eine gute Begründung gegenüber der Kommunalaufsicht, weshalb sich die Stadt zwei Mitarbeiter im Grünen Bereich leistet, und ein Ende der Diskussion darüber, ob dies eine freiwillige Aufgabe ist.