Stendal (dly) l Auch wenn Streitigkeiten zwischen Nachbarn oft vor Gericht enden, sind sie zuerst ein Fall für die Schiedsstellen. Davon gibt es im Amtsgerichtsbezirk Stendal, der in seiner Ausdehnung dem Landkreis Stendal entspricht, derzeit zehn. Rund 30 ehrenamtliche Schiedsmänner und -frauen sind Ansprechpartner. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 33 Anträge auf eine Schlichtungsverhandlung gestellt, vier mehr als im Jahr zuvor. In den vergangenen Monate gab es eine Zunahme bei den sogenannten Tür- und Angel-Fällen. Dabei handelt sich um die Fälle, in denen sich eine der Streitparteien schon vor einem offiziellen Schlichtungsverfahren und damit vor dem Bezahlen der vorgeschriebenen Gebühr beraten lässt.