Havelberg (ans) l Eine Zeichnung aus dem Jahr 1910 ist die Grundlage für die Havelberg-Bank, deren Bau die Hansestadt für die Bundesgartenschau beauftragt hat. Ein Großteil der 27 aus Lärchenholz hergestellten Bänke steht im Dombereich. Die Tischlerei Fritz Bolle aus Redekin stellte sie gestern auf. Am Springbrunnen am Camps, an Aussichtspunkten am Prälatenweg, im Dechaneigarten und auf dem Domfriedhof laden diese Sitzgelegenheiten künftig zum Verweilen ein. Eine Bank wird auf dem Salzmarkt stehen, sagt Bauamtsleiterin Petra Jonschkowski.

"Der Bau dieser Bänke muss damals technisch sehr anspruchsvoll gewesen sein", so Fritz Bolle. "Es musste viel von Hand gesägt werden. Da haben wir es heute leichter." Das in einem Stück mit der Kugel gefertigte Lehnenteil war bestimmt eine Herausforderung, auch der geschwungene Bogen der Lehne. Für die Tischler in Redekin gab es zwar genaue Maße, aber keine Detailplanung. Deshalb mussten sie bei den Verbindungen der einzelnen Teile improvisieren. Vorgegeben war auch die Farbgebung in schwarz-weiß. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Bänke sind Hingucker im Buga-Park. Sie werden fest im Boden verankert. "Im Winter werden wir sie aber reinholen, damit sie nicht zu sehr unter der Witterung leiden", blickt Petra Jonschkowski voraus. Sie hofft, dass die Bänke lange Zeit Freude machen und gut behandelt werden.