Von außen gesehen, ist der Sandauer Kirchturm zwar fertig. Doch im Innern gibt es noch allerhand zu erledigen, war am Montagabend auf der Jahresversammlung des Fördervereins der Kirche zu erfahren.

Sandau l Im September des Vorjahres wurde der neunte Bauabschnitt abgerechnet, 250000 Euro wurden investiert, berichtete Vorsitzender Wolfgang Hellwig. Damit erhöhte sich die Gesamtsumme für den Wiederaufbau auf 1,5 Millionen Euro.

Fertig gestellt wurde der Fußboden der Turmhalle und ein Personenaufzug wurde eingebaut - damit sind nur drei Kirchen im Bundesland ausgestattet. Eine Wärmepumpe wurde installiert, die erste und die vierte Ebene erhielten eine Fußbodenheizung. Die Wirtschaftsebene ist rohbaufertig, fünf Schallluken wurden eingebaut und auch die Elektriker begannen mit ihrer Arbeit.

Insgesamt 3250 Besucher wurden im Vorjahr in der offenen und Radwegekirche gezählt, darunter auch Reisegruppen wie die CDU-Senioren oder die Partnergemeinde aus Hamburg-Neugraben - vor allem aber sind es Radtouristen. Um das Gotteshaus von April bis Oktober rund um die Uhr offen zu halten, sind etliche ehrenamtliche Kirchenführer nötig - weitere sind immer willkommen.

Der Verein unternahm auch etliche Aktionen, um Geld einzuwerben: Osterbasar, Jugendmusikfest und eine Ausstellung zogen Gäste an, beim Volksfest ist man dabei sowie beim Weihnachtsmarkt. Auch eine Leader-Konferenz hatte im Turm stattgefunden, er steht aber auch für Familien- und Firmenfeiern zur Verfügung.

Insgesamt wurden im Vorjahr 34394 Euro gespendet, informierte Jutta Krüger in ihrem Kassenbericht. Der Höchstbetrag waren 1500 Euro. Damit erhöht sich das Gesamtaufkommen an Spenden auf 545075 Euro.

Radler spendeten eifrig

Allein aus der größte Quelle, der offenen und Radwegekirche, flossen 2014 über 9000 Euro an Spenden - wozu sehr viel freiwilliges und unbezahltes Engagement der Kirchenführer und Kuchenbäcker nötig ist. Das trifft auch auf die privaten Familienfeiern zu. Immer ein treuer Spender ist auch die Partnerkirchgemeinde aus Hamburg-Neugraben, von hier kamen 2600 Euro. Für die 81 Stiftersteine, die im Frühjahr in die beschädigte alte Turmfassade eingemauert werden, wurden über 4800 Euro eingezahlt. Erfreulich: dieses Jahr flossen bereits 4500 Euro an Spenden.

Die Prüfer Ingo Jurig und Friedrich Leue attestierten der Kassiererin eine ordentliche und übersichtliche Buchführung und empfahlen die Entlastung. Dem stimmten alle Anwesenden zu.