Sechs Männer und eine Frau bewerben sich um die vier im Sommer frei werdenden Bürgermeisterstühle im Elbe-Havel-Land. Am Dienstagabend endete die Bewerbungsfrist. Heute Abend tritt der Wahlausschuss zusammen, um alle sieben Personen zu prüfen und zur Wahl zuzulassen.

Elbe-Havel-Land l Einen Überraschungs-Kandidaten kurz vor Ende der Bewerbungsfrist gab es nicht mehr. Alle sieben Personen, die ihre Kandidatur bereits öffentlich bekundeten, haben auch ihre Unterlagen im Ordnungsamt der Verbandsgemeinde eingereicht.

In Klietz und Schollene wird es definitiv neue Gemeindeoberhäupter geben. Wie bereits berichtet, tritt der 73-jährige Jürgen Masch nicht mehr zur Wahl an. Und auch Armin Wernicke aus Schollene legt das Amt nach sieben Jahren nieder. "Ich bin jetzt 62 Jahre alt und werde irgendwann in Rente gehen. Das ist dann ein neuer Lebensabschnitt, für den ich mich auch aus der lokalen Politik zurückziehen will. Man muss sich auch von Dingen lösen können, solange sie keine Last sind", erklärte er im Gespräch mit der Volksstimme. Die Zeit als Bürgermeister habe ihm meist Freude bereitet, auch wenn unschöne Dinge wie die Schließung der Schule hingenommen werden mussten. Der 30. Juni ist sein letzter Tag als Bürgermeister von Schollene. Armin Wernicke denkt, dass Steffi Friedebold den Aufgaben gut gewachsen ist, hat sie doch durch ihre Arbeit im Gemeinderat schon viele Erfahrungen sammeln können. Steffi Friedebold (parteilos) aus Ferchels ist denn auch die einzige Kandidatin für die Segemeinde Schollene.

In Sandau gibt es mit Amtsinhaber Henry Wagner (parteilos) auch nur einen Bewerber.

Anders ist es in Schönhausen. Hier möchte der amtierende Bürgermeister Alfons Dobkowicz (parteilos) weiter die Verantwortung für die größte Gemeinde im Elbe-Havel-Land tragen. Diese Absicht haben aber auch zwei weitere Bewerber: sein Stellvertreter Holger Borowski (parteilos) sowie Arnold Bausemer (FDP), der bereits Bürgermeister von Hohengöhren war. Sollte hier keiner der Drei am 19. April die absolute Mehrheit von über 50 Prozent erreichen, kommt es am 10. Mai zur Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen.

Mit Uwe Brendel (Wählergemeinschaft) und Hermann Paschke (Die Linke) gibt es in Klietz zwei Männer, die Nachfolger von Jürgen Masch werden möchten.

Die Wahlberechtigungskarten sollten bis gestern in den Haushalten der insgesamt 5088 Wahlberechtigten der vier Gemeinden eingegangen sein. "Wer keine Karte erhalten hat, melde sich bitte im Ordnungsamt unter Tel. 039323/84013, damit geprüft werden kann, ob derjenige im Wählerverzeichnis eingetragen ist", erklärt Ordnungsamtsleiterin Kathrin Kleinod.

Wahlberechtigt sind alle, die im Wählerverzeichnis stehen. Und wer wahlberechtigt ist, kann in seinem zuständigen Wahllokal auch ohne Benachrichtigungskarte unter Vorlage des Personalausweises seine Stimme abgeben. Wahlscheine und Briefwahlunterlagen können auch ohne Wahlbenachrichtigungskarte mit einem formlosen schriftlichen Antrag bis 17. April, 18 Uhr, im Einwohnermeldeamt angefordert werden.

Die Gemeinden Klietz, Sandau und Schönhausen haben die Aufgaben des Wahlausschusses auf die Verbandsgemeinde übertragen. Der gemeinsame Wahlausschuss unter Vorsitz von Hans-Dieter Sturm tagt heute um 18 Uhr im Bürgerzentrum, um die Bewerber zuzulassen. Der Wahlausschuss von Schollene mit Wahlleiter Armin Wernicke tagt ebenfalls um diese Zeit im Gemeindebüro Schollene.

   

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