Stendal (ge) l Seit Jahresbeginn wird Verkaufsverpackungsmüll im Landkreis Stendal flächendeckend per gelber Tonne eingesammelt. Für den Entsorger, die Tangerhütter Cont-Trans GmbH, sagt deren zuständigter Mitarbeiter Thomas Winter: "Aus unserer Sicht läuft es inzwischen eigentlich ganz gut." Dennoch gibt es einige Dinge, die besser laufen könnten.

Das Thema, bei dem den Entsorger der Schuh am meisten drückt, ist das der sogenannten Fehlwürfe. Unter diesem Oberbegriff findet sich all das, was in die gelben Tonnen geworfen wird, obwohl es dort nicht hineingehört. Das geht vom Aschenbecherinhalt, der Currywurst und Baby-Windeln über den defekten Fön und benutze Hygiene-Artikel, bis zum zerlegten Badregal oder dem alten Teppich.

Der Entsorger reagiert mit roten Zettel, die von den Cont-Trans-Leuten auf falsch befüllte gelbe Tonnen geklebt werden. Pro Woche seinen es rund 1000 dieser Mängelscheine, die seine Mitarbeiter kleben. Die Hälfte, um die Bürger über ihre (erstmals entdeckten) Fehler zu informieren, die andere Hälfte mit der Konsequenz, dass die Tonnen stehen bleiben und nicht entleert werden, ist von Thomas Winter zu erfahren.

Das zeigt Wirkung. Winter: "Als wir angefangen haben, lag die Fehlwurfquote bei 20 bis 25 Prozent. Jetzt sind es noch 10 bis 20 Prozent". Thomas Winter geht davon aus, dass diese Quote auf fünf bis sechs Prozent zurückgehgen wird - zumindest was Einzelhaushalte betrifft.